<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xml:base="https://arranca.org"  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
 <title>arranca! - Genua</title>
 <link>https://arranca.org/taxonomy/term/202/0</link>
 <description></description>
 <language>de</language>
<item>
 <title>&quot;10 Jahre, das ist für viele von uns eine lange Zeit, politisch betrachtet&quot;</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/45/10-jahre-das-ist-fuer-viele-von-uns-eine-lange-zeit-politisch-betrachtet</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-teaser&quot;&gt;
    &lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;
            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;Die „Tage von Genua“ im Sommer 2001 haben wie kaum ein anderes Ereignis  der jüngeren „Bewegungsgeschichte“ Spuren in der linken Erinnerung  hinterlassen – nicht nur bei denjenigen, die damals auf den Straßen  waren, sondern ebenso bei den vielen anderen, die sich einer radikalen  antikapitalistischen Linken verbunden fühlen. Zehn Jahre später, im  Sommer 2011, beschäftigte uns besonders die Frage, wie sich  Bewegungsgeschichte vermitteln lässt. Wie können Erfahrungen vermittelt  werden, damit die Erinnerung nicht ausschließlich aus den  wirkungsmächtigen Bildern in unseren Köpfen besteht, die die Erkenntnis  über die Tragweite der Ereignisse und deren Folgen oftmals zu verstellen  drohen? &lt;br /&gt; Im September luden wir deshalb in Münster zu einer öffentlichen  Retrospektive ein, bei der wir mit drei damaligen Aktivisten (B., I. und  M.) über Genua sprachen.&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die „Tage von Genua“ im Sommer 2001 haben wie kaum ein anderes Ereignis der jüngeren „Bewegungsgeschichte“ Spuren in der linken Erinnerung hinterlassen – nicht nur bei denjenigen, die damals auf den Straßen waren, sondern ebenso bei den vielen anderen, die sich einer radikalen antikapitalistischen Linken verbunden fühlen. Zehn Jahre später, im Sommer 2011, beschäftigte uns besonders die Frage, wie sich Bewegungsgeschichte vermitteln lässt. Wie können Erfahrungen vermittelt werden, damit die Erinnerung nicht ausschließlich aus den wirkungsmächtigen Bildern in unseren Köpfen besteht, die die Erkenntnis über die Tragweite der Ereignisse und deren Folgen oftmals zu verstellen drohen? &lt;br /&gt;Im September luden wir deshalb in Münster zu einer öffentlichen Retrospektive ein, bei der wir mit drei damaligen Aktivisten (B., I. und M.) über Genua sprachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Linke Geschichte macht eine Generationenfrage auf. Unterschiedliche politische Generationen setzen sich und ihre politische Praxis in unterschiedlichen Bezug zu einer linken Bewegungsgeschichte. Als B. 2001 in Genua demonstrierte, war er schon seit 17 Jahren in der radikalen Linken aktiv. Für ihn gab es anfangs kaum eine „eigene“ Vorgeschichte: &lt;em&gt;„Als ich angefangen habe, mich politisch zu engagieren, da gab es keine Geschichte, wir haben quasi bei Null angefangen. Klar, es gab die 68er und so, aber das war ja nicht unseres, es gab keine autonome Bewegung. Was alles schon passiert ist, wie hat sich das entwickelt, warum stehen wir heute an dem Punkt, an dem wir stehen? Das ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern das hat eine Vorgeschichte, eine Geschichte von dreißig Jahren Kämpfen in verschiedensten Formen und diese Entwicklungen zu verstehen und auf dem Schirm zu haben, finde ich wichtig. Und da ist Genua ein Teil von.“&lt;/em&gt;&lt;a class=&quot;see-footnote&quot; id=&quot;footnoteref1_3jr8n0p&quot; title=&quot;Die kursiv gesetzten Passagen sind Auszüge von Wortbeiträgen von der Veranstaltung.&quot; href=&quot;#footnote1_3jr8n0p&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Name Genua verweist auf Bilder, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben: riesige, in Tränengasnebel getauchte Demonstrationszüge; die fantasievoll gepolsterten, zum Sturm auf die Rote Zone anlaufenden Aktivist_innen des &lt;em&gt;Tute Bianche&lt;/em&gt;-Netzwerks; die brennende Wanne der paramilitärischen Carabinieri. Und immer wieder brutale Polizeigewalt, die schließlich in der Ermordung Carlo Giulianis auf der Piazza Alimonda ihren drastischsten Ausdruck findet. Diese Bilder sind deshalb so wirkungsmächtig, weil sie zugleich ungeheure Faszination wie große Ängste erzeugen. Genua wird rückblickend einerseits zum krassen Riot-Event verklärt (vor allem von denjenigen, die nicht dabei waren und glauben, etwas verpasst zu haben), andererseits als staatliche Gewaltorgie eines völlig enthemmten Repressionsapparates erinnert.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Bilder und Mythen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Erinnerung setzt sich stets aus symbolisch aufgeladenen Bildern zusammen. Dies grundsätzlich zu kritisieren und daraus eine Art „Bilderverbot“ abzuleiten, schlägt fehl. Im Falle Genuas mögen diese erinnerten Bilder die Mobilisierungskraft miterklären, die in vielen Aktionen rund um den Jahrestag zum Ausdruck kommen. Selbst im meist recht beschaulichen Münster demonstrierten fast 50 Linke unangemeldet durch die Innenstadt.&lt;br /&gt;Allerdings können die wirkungsmächtigen Bilder vergangener Protestereignisse schnell zur Grundlage regelrechter Mythen werden. &lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;„Ich bin mit diesen autonomen Mythen groß geworden“&lt;/em&gt;, stellte I., der als Mitglied einer Antifa-Gruppe nach Genua reiste, fest. &lt;em&gt;„Wackersdorf 86, Brokdorf und Startbahn West. Davon hörte man immer und war nie dabei. Irgendwie dachte man ‚Wow, das muss so abgegangen sein damals und ganz schnell entstehen solche Mythen.“&lt;/em&gt; Mythen, deren Inhalte nicht länger mit den Erfahrungen der Aktivist_innen übereinstimmen. Ein ebensolcher Mythos rankt mittlerweile auch um die Ereignisse von 2001. &lt;em&gt;„Wenn ich mich mit Jüngeren unterhalte, höre ich oft ‚Wow, Genua‘. Ich finde Genua auch für die Geschichte von uns Linken wichtig und trotzdem denke ich, ein gewisser Mythos Genua, der von gewissen Seiten, also jetzt eher von Autonomen und Antifaszene kommend, den würde ich gerne bis zu einem gewissen Punkt, vielleicht nicht gerade brechen, aber schon anknacksen.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele der Mythen um Genua betreffen die militanten Auseinandersetzungen. Mehrere Stunden lang konnten am 20. Juli 2001 militante Kleingruppen relativ ungestört agieren, Barrikaden bauen und Banken in Brand stecken, bis die Polizei gegen Nachmittag mit massiver Gewalt angriff.&lt;em&gt; „Für mich gab es so um 13 Uhr einen Bruch. Bis 13 Uhr war es total surreal; die lassen dich hier machen, die schießen aus hundert Metern Entfernung ihr Gas, da sind die Gasgranaten noch im hohen Bogen geflogen. Im Nachhinein halte ich diese Zurückhaltung seitens der Polizei für Kalkül. Dann, auf einmal, sind die Bullen nach vorne gegangen. Irgendwann haben sie die Gasgranaten nicht mehr im hohen Bogen geschossen, sondern auf Kopfhöhe und Körperhöhe. Sie haben versucht, Leute zu treffen. Wenn so eine Gasgranate trifft, gibt das schwere Verbrennungen, nicht irgendwie blaue Flecken. Was dann folgte war eine Gewaltorgie.“ &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die massive Polizeigewalt war ein bestimmendes Thema in den Tagen, Wochen und Monaten nach den Protesten. Nicht nur, weil die Polizei scharf geschossen hatte und Carlo Giuliani ermordete. Hunderte Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, die psychischen Folgen der Angriffe dauern bei vielen über Jahre an: „Genua war das traumatischste Erlebnis in meinem Leben. Ich muss heute noch, wenn ich Bilder sehe oder Texte lese, anfangen zu heulen. Das geht nicht anders. Ich war schon auf einer Menge Demos, wo es abging, aber so was habe ich noch nicht erlebt.“ (B.) – „Was ich mit den eigenen Augen gesehen habe, diese Häme, dieses Faschistische, Liegende zu treten, zu erniedrigen, Zigarettenkippen auf ihnen aufzudrücken. Wir waren an der Ecke, wo Carlo erschossen wurde, und ich habe gesehen, wie der Leichnam abtransportiert wurde. Da war nichts mit Bahre oder so. Die haben einfach den toten Körper zu zweit genommen und in den Jeep geschmissen, was auch sehr symbolisch war. Es war eine Art von Menschenverachtung, die ich nie vergessen werde.“ (I.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Erinnerung an Genua muss einen Raum für diese Erlebnisse und Erfahrungen schaffen. Fragwürdige Erzählungen eines Märtyrertodes oder eine Verherrlichung der Riots bieten dafür keinen Platz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die starke Betonung des Agierens von Zivilpolizist_innen und Agents Provocateurs während der Straßenschlachten läuft ebenfalls Gefahr, einen entlastenden Mythos aufzurichten. Obwohl bewiesen ist, dass sich Zivilpolizei unter den Demonstrierenden befand und Beweismittel gefälscht wurden, sieht I. in diesem Diskurs eine Flucht vor der Übernahme von Verantwortung: &lt;em&gt;„Also ich glaube im Nachhinein, dass es Teile der Bewegung gab, die sich keinerlei Gedanken darüber gemacht haben, wie weit man einen Staat militärisch herausfordern kann. Ich will damit nicht sagen, dass die Leute selbst schuld sind, was da passiert ist, sondern ich glaube, es war auch gewollt, dass es so eskaliert. Ich sage halt, dass auch auf unserer Seite einige Leute dabei waren, wo ich denke, da haben sich die Wertekriterien ganz schön verschoben.“ &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztendlich ist die Frage, ob und in welchem Maße die Gewalteskalation durch den Staat angeheizt wurde, nicht mehr die wichtigste: &lt;em&gt;„Wir hatten uns auf Sachen eingestellt, wir waren alle ausgerüstet. Fünf Wochen vorher hatten die Bullen in Göteborg geschossen. Uns war klar, es kann kippen, es wird kippen. Aber ich habe Sachen erlebt, ich fand, dass die Gewalt völlig aus dem Ruder lief. Nicht nur von den Bullen. Ich will die in keinster Weise in Schutz nehmen, überhaupt nicht. Es war klar, wir haben die Konfrontation gesucht. Das hat am Anfang alles super geklappt, aber dann lief es auch von unserer Seite aus dem Ruder. Irgendwann wurden Brände in Banken gelegt, über denen Wohnungen lagen. ... Wir müssen uns heute selbstkritisch fragen – und ich finde militante Aktionen, die vermittelbar und sinnvoll sind, nach wie vor richtig: Wie konnte man auf die Idee kommen, das soweit zu treiben, weil man eigentlich weiß, dass ein Staat ganz anders hoch militarisiert ist, und das dann soweit zuzuspitzen? Und zumindest in den Teilen, in denen ich mich bewegt habe, war die Bereitschaft weit zu gehen da, aber das ist eine subjektive Einschätzung.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Auch linke Bewegungsgeschichte ist eine Konstruktion&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Rückblickend erscheint es verlockend, bestimmte Ereignisse und Tendenzen linker Bewegungsgeschichte zu verklären oder abzuwatschen. Besonders über die so genannte Globalisierungskritische Bewegung werden schnell vereinfachende Urteile gefällt, die der Bewegung einen radikalen, teilweise sogar jeden progressiven Charakter absprechen. Der Vorwurf der „verkürzten Kapitalismuskritik“ ist schnell zur Hand. Wer die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse und den politischen Kontext nicht beachtet, mag sich zwar in einer Attitüde des Bescheidwissens gefallen, zu einer sinnvollen politischen und historischen Bewertung linker Geschichte gelangt mensch so nicht. Warum erzeugten denn die Gipfelproteste nach Seattle solch ein Interesse?&lt;em&gt; „Vielleicht sollten wir uns an die Situation Anfang der 1990er Jahre erinnern, um die Begeisterung für dieses Gipfelhopping zu verstehen. 1989, Fall der Mauer, Sieg des Kapitalismus. Das war eine total krasse Stimmung. Deutschland wurde größer. Der real-existierende Sozialismus, an dem wir immer superviel Kritik hatten, war weg. Der Kapitalismus hat sich jeden Tag als Sieger postuliert, bekannt gemacht, abgefeiert. Schließlich sei das Ende der Geschichte ja erreicht, der Beweis vollbracht, das beste aller Systeme ist der bürgerliche Parlamentarismus mit Kapitalismus. Daran wird die ganze Menschheit glücklich.”&lt;/em&gt; (M.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die großen Mobilisierungen zu den Gipfeltreffen machten dann kapitalismuskritische Forderungen wieder hörbar. Als erstes Ereignis eines neuen Bewegungsaufbruchs gilt allerdings der Aufstand der Zapatistas: &lt;em&gt;„Da kommt 1994 dieses ‚Ya Basta‘ aus Chiapas, dieses ‚Nein, das ist noch nicht das Ende der Geschichte‘. Die Leute im letzten Winkel Mexikos sagten, ‚Nö, nö, wir machen jetzt hier unser Ding‘. Und sie wollten es anders machen, deshalb hat das viele Leute inspiriert, ihnen Mut gemacht, einfach ‚Nein‘ zu sagen.“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nachträglich vorgenommene Kontextualisierung verweist deutlich darauf, dass natürlich auch Bewegungsgeschichte eine Konstruktion von Geschichte ist. Rückblickend werden Entwicklungen deutlich, Handlungen erhalten Legitimität oder verlieren diese. Folgen und Wirkungen werden festgemacht, Schlussfolgerungen gezogen. Damit stellt sich auch die Frage der Repräsentanz: Welche und wessen Geschichte(n) werden erzählt? Für unsere Veranstaltung mussten wir eine Auswahl treffen. Da nicht die kontroverse Debatte um zugespitzte Thesen, sondern vielmehr die gemeinsame Verständigung und Reflexion im Vordergrund stand, tat es der Veranstaltung keinen Abbruch, dass die eingeladenen Genossen alle Vertreter einer außerparlamentarischen radikalen Linken waren. Sie waren und sind zwar in unterschiedlichen Zusammenhängen (Antifa, Zapatista-Solidarität, autonome Szene) aktiv, teilen aber ähnliche Erfahrungen. Diese Auswahl repräsentierte natürlich nicht die Breite und Vielstimmigkeit der &lt;em&gt;Multitude&lt;/em&gt; von Genua bzw. der globalisierungskritischen Bewegung. Nicht geplant war, dass ausschließlich Männer sprachen, wodurch eine Repräsentanz verschiedener Gender-Identitäten nicht gewährleistet war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die große Resonanz und das Feedback auf die Veranstaltung machten deutlich, dass großes Interesse an einer Auseinandersetzung mit linker Geschichte besteht. Richtig war, dabei auf Fotos und Videos komplett zu verzichten und nur die Berichte der damals Aktiven als Diskussionsgrundlage heranzuziehen. Selbst erst zehn Jahre zurückliegende Ereignisse können es wert sein, wieder zum Thema gemacht zu werden. Nicht zuletzt, weil besonders Antifa-Zusammenhänge vielfach von Jüngeren mitgetragen werden. Dann sind zehn Jahre für viele von uns eine lange Zeit, politisch betrachtet. Vor allem aber geht es um eine offene Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte: &lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Da gibt es in der jüngeren Geschichte unheimlich viel zu entdecken, auch Strategien sich anzugucken, wann funktioniert was? Wir sollten unsere Berichte nicht wegschmeißen, sondern die eigene Geschichte von unten dokumentieren.“&lt;/em&gt; (M.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;footnotes&quot;&gt;&lt;li class=&quot;footnote&quot; id=&quot;footnote1_3jr8n0p&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-label&quot; href=&quot;#footnoteref1_3jr8n0p&quot;&gt;1.&lt;/a&gt; Die kursiv gesetzten Passagen sind Auszüge von Wortbeiträgen von der Veranstaltung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;!--
&lt;rdf:RDF xmlns:rdf=&quot;http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#&quot; xmlns:dc=&quot;http://purl.org/dc/elements/1.1/&quot; xmlns:trackback=&quot;http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/&quot;&gt;
&lt;rdf:Description rdf:about=&quot;https://arranca.org/ausgabe/45/10-jahre-das-ist-fuer-viele-von-uns-eine-lange-zeit-politisch-betrachtet&quot; dc:identifier=&quot;https://arranca.org/ausgabe/45/10-jahre-das-ist-fuer-viele-von-uns-eine-lange-zeit-politisch-betrachtet&quot; dc:title=&quot;&amp;quot;10 Jahre, das ist für viele von uns eine lange Zeit, politisch betrachtet&amp;quot;&quot; trackback:ping=&quot;https://arranca.org/trackback/653&quot; /&gt;
&lt;/rdf:RDF&gt;
--&gt;
&lt;div class=&quot;trackback-url&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box-inner&quot;&gt;

      &lt;h2 class=&quot;title&quot;&gt;Trackback URL für diesen Artikel&lt;/h2&gt;
  
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt;
    https://arranca.org/trackback/653  &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;!-- /box-inner, /box --&gt;
&lt;/div&gt;</description>
 <comments>https://arranca.org/ausgabe/45/10-jahre-das-ist-fuer-viele-von-uns-eine-lange-zeit-politisch-betrachtet#comments</comments>
 <category domain="https://arranca.org/tag/europa">Europa</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/g8">G8</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/genua">Genua</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/globalisierung">Globalisierung</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/globalisierungskritik">Globalisierungskritik</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/italien">Italien</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/soziale-bewegungen">Soziale Bewegungen</category>
 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/ausserhalb-des-schwerpunkts">Ausserhalb des Schwerpunkts</category>
 <pubDate>Tue, 28 Feb 2012 13:21:31 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">653 at https://arranca.org</guid>
</item>
<item>
 <title>Das Versprechen des Politischen</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/23/das-versprechen-des-politischen</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-teaser&quot;&gt;
    &lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;
            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;20. Juli. Genua. Zweiter Tag der Demonstrationen. Gegen Mittag machen sich vom Leichtathletikstadion Carlini über 15.000 AktivistInnen aus Süd- und Westeuropa zum Training mit den Tute Bianche auf. Ein kurzer Rundlauf biopolitischer AktivistInnen, der eine Stunde später von einem CS-Gas-Bombardement der Polizei gestoppt werden wird. Zehn, zwanzig Meter steht alles in weißem Nebel. Biopolitischer Gegenangriff. Dahinter Panzerwagen. Wer keine Gasmaske auf hat, stürmt zurück. Zurück? Da ist nichts. Keine Seitenstraße. Keine Grünfläche. Kein Platz. Links meterhoher Bahndamm. Rechts Hauswand an Hauswand. Dazwischen die zähe Größe von Tausenden DemonstrantInnen. Tute Bianche im Training kurz vor der Massenpanik.&lt;/p&gt;
        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;20. Juli. Genua. Zweiter Tag der Demonstrationen. Gegen Mittag machen sich vom Leichtathletikstadion Carlini über 15.000 AktivistInnen aus Süd- und Westeuropa zum Training mit den Tute Bianche auf. Ein kurzer Rundlauf biopolitischer AktivistInnen, der eine Stunde später von einem CS-Gas-Bombardement der Polizei gestoppt werden wird. Zehn, zwanzig Meter steht alles in weißem Nebel. Biopolitischer Gegenangriff. Dahinter Panzerwagen. Wer keine Gasmaske auf hat, stürmt zurück. Zurück? Da ist nichts. Keine Seitenstraße. Keine Grünfläche. Kein Platz. Links meterhoher Bahndamm. Rechts Hauswand an Hauswand. Dazwischen die zähe Größe von Tausenden DemonstrantInnen. Tute Bianche im Training kurz vor der Massenpanik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Mitte der 90er Jahre üben die Tute Bianche in ihrer theoretischen Praxis die Ingebrauchnahme operaistischer Begriffe: Multitude, reale Subsumtion der Gesellschaften unter das Kapital, In-Wert-Setzung des gesamten Lebens, der Kommunikation, des Wissens, der Affekte usw. Die Tute Bianche könnten sich zum Beispiel gesagt haben: Wenn es stimmt, dass die Produktion den Ort der Fabrik verlässt; wenn es stimmt, dass die Arbeitskämpfe und sozialen Auseinandersetzungen der 60er und 70er mit dazu geführt haben, dass die Fabrik in die Gesellschaft diffundiert, dass die gesamte Gesellschaft zur Fabrik wird; wenn es stimmt, dass die feministische Sichtweise, nicht-bezahlte Arbeit zur gesellschaftlichen Produktivität zu zählen, auf erweitertem Level historisch wahr geworden ist; wenn es stimmt, dass das Kapitalverhältnis sich immer produktiver durch die Körper frisst; das Wissen über die Arbeitsabläufe, die Fähigkeit zu Kooperation und Selbstorganisation, die Gefühle und Subkulturen in Wert setzt und die Subjekte drängt, Unternehmer ihrer eigenen marginalisierten und fragmentierten Existenz zu werden, dann ist es an der Zeit, mitten in dieser Subsumtion eine biopolitische AktivistIn zu erfinden, die auf der Höhe der Zeit ist. Auf der Höhe der Zeit heißt für die Tute Bianche, dass die politischen Praktiken die gesamte vernetzte Sozialität, die der Spätkapitalismus hervorbringt, verwertet und kontrolliert, durchlaufen müssen. Das ist die Multitude. Unglaublich kitschig. Aber charmant. So etwas wie kämpferische Heterogenität. Eigentlich könnte man sagen: das wieder entdeckte Patchwork der Minderheiten, das um sein Modernisierungs- und Innovationspotential für die Verhältnisse weiß. Das Kämpferische wird produktiv und positiv. Das ist die Schule des Kapitalismus selbst, hinter dessen Lehrplan die Tute Bianche nicht zurückgehen wollen: Die permanente zur Selbstunternehmung mobilisierte Subjektivität (Mach was! Verwirkliche, äußere, beweise dich! Rette dich selbst!) soll weniger zur Negation, zum Bruch, zur Arbeitsverweigerung, zum Nehmt die Gewehre! oder zur Sekunde zwischen Wurf und Aufprall, sondern in erster Linie zum Aktivismus dissidenter Selbstorganisation fortschreiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die praktische Praxis rauscht stärker als die theoretische Praxis. Noch direkter als in der Theorie führt sie zur Begegnung mit dem, was nicht gedacht und nicht berücksichtigt wurde. Am 20. Juli scheiterte das Tute bianche-Konzept der spielerischen Militanz und der begrenzten Provokation an der Strategie der Polizei. Ihr war es gelungen, die Straßenmilitanz, mit der sie zu rechnen hatte, direkt in die Aufstandsbekämpfung miteinzubauen. Das Klirren der Scheiben wurde in Kauf genommen, um sie als Vorlage zu nutzen, auf jeden organisierten Ausdruck von Demonstration draufzuhauen.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Ecstasy für die Multitude&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;An der Straßenschlacht, die sich nach dem Polizeiangriff auf die Tute Bianche-Demo entwickelte, waren zu einem Drittel kunststoffgepolsterte DemonstrantInnen beteiligt. Das Umschalten von der so genannten disobbedienza civile zum konventionellen Riot ging schnell, spontan und reibungslos. Diese Übergänge von einer Praxis in die andere, die Grauzonen, das Rauschen und die Diffusion ihrer Vorgehensweisen repräsentieren die Sprecher der Tute Bianche nicht. Ihre relativ starke Position kollidiert mit ihrer Vorstellung der Multitude, was auf der Titelseite der Wochenzeitung &quot;L&#039;Espresso&quot; gut zum Ausdruck kam – vorne Luca Casarini, Sprecher der Tute Bianche, im Hintergrund die Multitude im Demolook der Saison mit Skimütze und weißem Overall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tute Bianche artikulieren genauso wie Pink Silver, das Netzwerk der People&#039;s Global Action oder die AktivistInnen migrantischer Selbstorganisation ein Versprechen. Das Versprechen des Politischen. Das leise Wiederauftauchen der Optionen. Das Politische der Situation liegt im Asubjektiven. Es sind in erster Linie nicht die einzelnen Subjekte, die schlauer werden. Denn selbst wenn, würde das nicht ausreichen. Es ist eher das Zusammentreffen. Dieses Gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen. Jenseits der Anstrengung, politisch weiter machen zu wollen, sind die Dinge in Bewegung geraten, weg vom Solidaritäts-Internationalismus, weg von einem Antirassismus, der als erneuerte Identitätspolitik für eine autonome Linke funktioniert, weg von den Vorstellungen der Unterstützung und des Fürsprechens, weg von der pathetischen Authentizität des Streetfighters&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider sind in der BRD nicht People&#039;s Global Action, Pink Silver, Indymedia, The Voice, das Grenzcamp usw. zu Echokammern für dieses erneuerte Gefühl des Politischen geworden, sondern Attac.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenüber der Sedierung&lt;a class=&quot;see-footnote&quot; id=&quot;footnoteref1_yw7wpur&quot; title=&quot;Sedierung: Ruhigstellung&quot; href=&quot;#footnote1_yw7wpur&quot;&gt;1&lt;/a&gt; des Politischen bei Attac sind die Tute Bianche Ecstasy. Das Interessante ist ihre avancierte Vorstellung vom Kapitalismus als gesellschaftlichem Verhältnis. Sie holen den Antikapitalismus weg vom Ökonomismus. Nach einer starken Phase der Integration erneuern sie unter dem Label der Multitude das Konzept der mikropolitischen Praktiken. Und mit der These von der Produktivmachung und In-Wert-Setzung aller subjektiven Artikulationen fusionieren sie feministische und operaistische Ökonomietheorie. In ihrer Selbstsicht scheinen die Tute Bianche aber die gegenläufigen, nicht intendierten und ambivalenten Effekte ihrer politischen Arbeit nicht zu sehen. Der Widerspruch zwischen Multitude und der starken Position ihrer Sprecher ist ein Beispiel. Ein anderes ist die Restrukturierung der Centri sociale in Rom, Mailand und im Nordosten Italiens, die mit ihrer Analyse des Postfordismus zu tun hat: Nachdem sich der disziplinierte und homogene Ort der Fabrik in netzförmige, entgarantierte, fragmentierte und atypische Arbeitszusammenhänge aufgelöst hat, wird immer intensiver auf den lebendigen Reichtum der Subjekte, ihr Wissen, ihre Kommunikation, ihre Selbstorganisation, ihre Gefühle zugegriffen. Der kommunistische Horizont dieser Analyse liegt in der Möglichkeit der selbstbestimmten gesellschaftlichen Kooperation der Multitude, die in den Alltagsstrukturen des Kapitalismus entsteht. Diese Analyse ist sehr optimistisch. Sie dethematisiert die Unentschiedenheit des Kräfteverhältnisses. Sie fragt zu wenig, was es bedeutet, wenn die Multitude in den Teamgeist von Start ups und jungem Unternehmertum regrediert; was es bedeutet, wenn die Netzwerke der SelbstunternehmerInnen in radikalisierte Ideologien investieren: Ultraindividualismus und Abbau aller sozialen Ausgaben, Regionalismus und Rassismus; und was es bedeutet, wenn in den meisten atypischen Dienstleistungsjobs nicht der lebendige Reichtum der immateriellen ArbeiterInnen verwertet wird, sondern ihre Bereitschaft zu flexiblen Services wie Putzen, Aufpassen, Kehren, bezahlter Hausarbeit, Telefonieren für Konzerne usw. Zusammen mit einer Existenzgeldkampagne haben eine Reihe von Centri sociale Ende der 90er Jahre damit begonnen, eine Beratung für immaterielle ArbeiterInnen aufzubauen. Leider überlassen die Tute Bianche die kritische Diskussion, inwieweit diese Praxis auf kommunaler Ebene der Stärkung des sogenannten Dritten Sektors und der zivilgesellschaftlichen Eigeninitiative entgegenkommen könnte, ihren KritikerInnen. Eine Arbeitsteilung, die ein weiteres Mal das Verhältnis der Multitude unterbricht und die moralische Old School von Denunziation und kritikloser Selbstabschließung in der Linken etabliert.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Kulturalisierung des Politischen nach dem 11.9.&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der terroristische Angriff auf das World Trade Center am 11.9. hat auf einen Schlag gezeigt, was negative politische Potentialität ist. Die Tage nach Genua waren von einer asubjektiven Potentialität neuer internationaler Praktiken bestimmt, die auch dann noch strahlte, als sie sich in Berlin nicht in alltägliche Politik umsetzen ließ, als die Veranstaltungen und Demonstrationen von den alten Sprechweisen und Artikulationsformen bestimmt wurden, und das Gefühl der Langsamkeit zurückkehrte. Die Zeit nach dem 11.9. zeigt dagegen, was negativer Internationalismus ist, das Auftauchen einer äußerst riskanten und politischen Situation auf internationaler Ebene, von deren Bestimmung man vollkommen abgeschlossen zu sein scheint. Die reaktionäre Struktur des Terroranschlags drückt sich in seiner extrem imaginären und katastrophischen Kraft aus: Das Zentrum, das es nicht gibt, ist getroffen worden. Der SciFi ist eingetreten. Wir befinden uns im Rücken des Bildschirms und der kollektiven Sicherheitsängste kapitalisierter Gesellschaften. Seine gleichzeitig materielle, vernichtende Gewalt, mit der eine Art technologisch präzises Totenfest inszeniert wurde, führt dazu, dass sich das politische Feld auf vielen Ebenen verändert. Der Terroranschlag ist ein Katalysator nach rechts. Er macht schon länger existierende hegemoniale Strategien auf einen Schlag in einer neuen Dimension politisch funktional – vor allem die Etablierung eines flexiblen Polizei- und Kontrollregimes nach innen und außen und eine rechte Kulturalisierung des Politischen. Das heißt die Gefahr eines gesellschaftlichen Konsenses, der besagt, dass es nur das Bestehende oder den Terror gebe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das, was jetzt passiert, erschöpft sich nicht in einer militärischen Operation, mit der das religiös-paranoische System der Taliban und das terroristische Netzwerk al Qaida wie per Lichtschalter ausgeschaltet werden. Augenscheinlich geht es um eine Tendenz, das gesellschaftliche Feld weiter in Richtung einer globalisierten Normalisierungspolitik zu entwickeln, in der das Bestehende nicht mehr durch politische Praktiken oder Aktionen in Frage gestellt wird, sondern durch das Abnorme, Gefährliche, Kriminelle und Menschenrechtsverletzende, also durch Drogen, Terror, ethnischen Hass, organisierte Kriminalität, religiösen Fundamentalismus usw. – Phänomene, die nicht aus ihrer politischen Entwicklungsgeschichte und in ihrem politischen Ausdruck, sondern wie Naturkatastrophen begriffen werden, die über das hereinbrechen, was ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem 11.9. hat ein Prozess der Negativ-, der Minus-Politisierung begonnen, in der die gesellschaftliche Entwicklung sich hermetisch verschließt. Das wirft ein irres Schlaglicht auf den Optimismus der operaistischen Theorie des Postfordismus. Seine glückliche Analyse der möglichen Zukunft immaterieller ArbeiterInnen springt zu leichtfertig über die postfordistischen Subjekte hinweg, die Schill, FPÖ, Fini und Lega Nord wählen. Und sie fragt noch weniger nach der Transformationsdynamik, mit der der Fordismus in den ehemals kolonisierten Staaten in die Krise kam, ohne sich überhaupt etabliert zu haben. Die Projekte der nachholenden Industrialisierung, der Import-Substitution, der nationalstaatlichen Entwicklungsdiktaturen zum Fordismus sind genauso gescheitert wie die sozialistischen Staatsprojekte im Trikont. Der Übergang zum Postfordismus hat sich viel katastrophischer als in den kapitalistischen Zentren realisiert, auch wenn mit der Peripherisierung der Metropolen und der Entstehung von global cities eine Tendenz der Ineinanderschaltung von erster und dritter Welt sichtbar wird. In den riesigen informellen Armutsökonomien des Südens, der Schattenwirtschaft und der Heimarbeit, im massenhaften Selbstunternehmertum auf der Straße wird (wie im Norden) nur selten eine proto-kommunistische Multitude sichtbar, die sich die Arbeitsmittel und das Wissen der Kooperation produktiv angeeignet hat; dafür aber die materielle Basis für die Verbindung, die neoliberales Selbstunternehmertum der Armen mit rassistischen, politisch-religiösen und ethnischen Ideologien eingeht.&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;footnotes&quot;&gt;&lt;li class=&quot;footnote&quot; id=&quot;footnote1_yw7wpur&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-label&quot; href=&quot;#footnoteref1_yw7wpur&quot;&gt;1.&lt;/a&gt; Sedierung: Ruhigstellung&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;!--
&lt;rdf:RDF xmlns:rdf=&quot;http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#&quot; xmlns:dc=&quot;http://purl.org/dc/elements/1.1/&quot; xmlns:trackback=&quot;http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/&quot;&gt;
&lt;rdf:Description rdf:about=&quot;https://arranca.org/ausgabe/23/das-versprechen-des-politischen&quot; dc:identifier=&quot;https://arranca.org/ausgabe/23/das-versprechen-des-politischen&quot; dc:title=&quot;Das Versprechen des Politischen&quot; trackback:ping=&quot;https://arranca.org/trackback/207&quot; /&gt;
&lt;/rdf:RDF&gt;
--&gt;
&lt;div class=&quot;trackback-url&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box-inner&quot;&gt;

      &lt;h2 class=&quot;title&quot;&gt;Trackback URL für diesen Artikel&lt;/h2&gt;
  
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt;
    https://arranca.org/trackback/207  &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;!-- /box-inner, /box --&gt;
&lt;/div&gt;</description>
 <category domain="https://arranca.org/tag/911">9/11</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/genua">Genua</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/italien">Italien</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/kulturalisierung">Kulturalisierung</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/operaismus">Operaismus</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/tutebianche">TuteBianche</category>
 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/schwerpunkt">Schwerpunkt</category>
 <pubDate>Sat, 23 Jan 2010 17:18:34 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Stephan Geene</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">207 at https://arranca.org</guid>
</item>
</channel>
</rss>
