<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xml:base="https://arranca.org"  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
 <title>arranca! - Intersektionalität</title>
 <link>https://arranca.org/taxonomy/term/145/0</link>
 <description></description>
 <language>de</language>
<item>
 <title>Es waren zwei Königskinder</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/43/es-waren-zwei-koenigskinder</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-teaser&quot;&gt;
    &lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;
            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;Wenn es um queere Politiken geht, dreht es sich um Lesben, um Schwule, um Trans*-, manchmal sogar um Polyamorie, es geht um die Kritik an zweigeschlechtlicher Norm und deren sexuelle Zwänge. Queer ist wild, aufmüpfig und vielseitig und muss als Kritik am hegemonialen Identitätskonzept insgesamt verstanden werden. Gudrun Perko bezeichnet dieses Verständnis von Queer als plural-queeren Ansatz. Folge ich diesem Ansatz, sind Geschlechterkonstruktionen flüssig, veränderbar – deshalb werden in diesem Artikel Geschlechtsbezeichnungen in Anführungszeichen gesetzt. Dem Ansatz zu folgen bedeutet meines Erachtens außerdem, sich Gedanken zu machen, wie die Auseinandersetzung mit spezifisch ‚intersexuellen‘ Forderungen aussehen könnte, ohne in die Falle der Vereinnahmung zu tappen: ‚Intersex‘-Personen können für plural-queere Politiken eine willkommene Blaupause sein, um der biologischen Zweigeschlechtlichkeit als Machtkonzept ein Schnippchen zu schlagen. Die Forderungen der ‚Intersex‘-Aktivist_innen sind da jedoch häufig anders gelagert. &lt;/p&gt;
        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wenn es um queere Politiken geht, dreht es sich um Lesben, um Schwule, um Trans*-, manchmal sogar um Polyamorie, es geht um die Kritik an zweigeschlechtlicher Norm und deren sexuelle Zwänge. Queer ist wild, aufmüpfig und vielseitig und muss als Kritik am hegemonialen Identitätskonzept insgesamt verstanden werden. Gudrun Perko bezeichnet dieses Verständnis von Queer als plural-queeren Ansatz. Folge ich diesem Ansatz, sind Geschlechterkonstruktionen flüssig, veränderbar – deshalb werden in diesem Artikel Geschlechtsbezeichnungen in Anführungszeichen gesetzt. Dem Ansatz zu folgen bedeutet meines Erachtens außerdem, sich Gedanken zu machen, wie die Auseinandersetzung mit spezifisch ‚intersexuellen‘ Forderungen aussehen könnte, ohne in die Falle der Vereinnahmung zu tappen: ‚Intersex‘-Personen können für plural-queere Politiken eine willkommene Blaupause sein, um der biologischen Zweigeschlechtlichkeit als  Machtkonzept ein Schnippchen zu schlagen. Die Forderungen der ‚Intersex‘-Aktivist_innen sind da jedoch häufig anders gelagert.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Tacheles: Worum geht´s eigentlich?&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Michel Reiter beschreibt die gesellschaftliche Wahrnehmung von ‚Intersexuellen‘ mit den Worten:&lt;br /&gt; „Unser verstümmeltes Geschlecht ist ein medizinisches Konstrukt, also  Theorie. So schob man uns von einem Nichts in das andere Nichts: Unser  Geschlecht, wie es uns angeboren wurde, hat keine gesellschaftliche Existenz.“&lt;br /&gt; Während Gynäkolog_innen die Verschreibung von Östrogenen bei ‚Frauen‘ – seien es beispielsweise die Pille oder Medikamente zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden – genauestens abwägen,  wird ‚intersexuellen‘ Menschen die lebenslange Einnahme von Hormonen  oft arglos zugemutet, wenn die körpereigenen Hormonproduzenten –  Hoden oder Eierstöcke – zur Herstellung eines eindeutigen Geschlechts-körpers entfernt werden und anschließend der Hormonverlust kom- pensiert werden muss. Auf diese Weise wird in die Körper ‚intersexueller‘ Personen massiv eingegriffen – nicht selten ohne die Einwilligung der Patient_innen selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit den 1990er Jahren werden Stimmen von ‚Intersex‘-Aktivist_innen zunehmend lauter. Was mit ersten Veröffentlichungen US-amerikanischer Selbsthilfegruppen 1993 beginnt, schwappt bald auch in den deutschsprachigen Raum. Initiativen wie die Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie und Gynäkologie (AGGPG) oder die XY-Frauen entstehen, letztere gründen 2004 &lt;a href=&quot;http://www.intersexuelle-menschen.net&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Intersexuelle Menschen e.V.&lt;/a&gt; Im Forderungskatalog des Vereins steht an erster Stelle der Punkt „Keine nicht lebens- oder gesundheits- notwendigen Eingriffe ohne informierte Einwilligung der betroffenen Menschen.“ Es folgen Forderungen nach „verbindlichen ‚Standards of Care‘ im Gesundheitswesen“, die „Einbeziehung des Themas ‚Intersexualität‘ in Lehrpläne von Schulen und Ausbildungsstätten für medizinisches Personal“ und die „Einbindung des Begriffs Intersexualität in geltendes Recht“. Für ‚Intersexuelle‘ steht damit das Recht auf körperliche Unversehrtheit an erster Stelle, anhand der verschiedenen Forderungen wird außerdem deutlich, dass die Existenz ‚intersexueller‘ Personen auf verschiedenen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens verschleiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um sich mit weitergehenden Problematiken wie der Gewalt des kulturel- len Zweigeschlechtersystems überhaupt auseinandersetzen zu können,  ist somit die bedingungslose Anerkennung der Körperkategorie ‚intersex‘ als lebenswerte notwendig. Die medizinische Diagnose ‚intersexuell‘ bedeutet gegenwärtig, dass der diagnostizierten Person genitale Operationen bevorstehen und mit deren Durchführung der ‚intersexuelle‘  Körper so verändert wird, dass er in eine Norm passt: Der ‚intersexuelle‘ Körper wird als nicht existenzberechtigt klassifiziert und zerstört. Die medizinische Klassifikation ‚intersexuell‘ ist also untrennbar mit der Durchführung genitaler Operationen verbunden. Der Begriff ‚Intersexu-alität‘ als politischer, nicht medizinischer, beinhaltet also immer die  Kritik an der Gewalt gegen den ‚intersexuellen‘ Körper, nicht nur – und  nicht zwingend – den Aspekt der Verunsicherung hegemonialer Geschlechtskonzepte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;‚Intersexualität‘ als politisches Moment steht damit zunächst für die Auseinandersetzung mit der Verhinderung von Operationen im Genitalbereich, die die Betroffenen als Verstümmelung ihrer gesunden Körper ansehen. Weiter gedacht steht er damit für die Aufklärung von Eltern ‚intersexueller‘ Kinder und Mediziner_innen sowie für die Krisenintervention bei Betroffenen. Außerdem beinhaltet es die Aufrechterhaltung des Diskurses um genitale Operationen, denn seit der Einführung des Begriffes DSD (Disorders of Sex Development) 2006 wird es der Medizin noch leichter gemacht, ‚Intersexualität‘ als Krankheit zu diagnostizieren und ‚intersexuelle‘ Neugeborene einer der  zwei gültigen Geschlechtskategorien zuzuordnen oder gar bei pränatal diagnostizierter ‚Intersexualität‘ die Abtreibung des Ungeborenen vorzuschlagen. Last not least ist die ausschließende Zweigeschlechtlichkeit des Grundgesetzes zu kritisieren (Art. 3, Abs. 2 GG), die Basis diverser staatlicher Argumentationen gegen ‚intersex‘-Rechte ist. Daraus folgt die Kritik konkreter Umsetzungen des GG (bspw. PStG §§ 18 und 21, LPartG), um überhaupt die Bedingung der Möglichkeit für die Anerkennung ‚intersexueller‘ Rechte zu schaffen. &lt;br /&gt;Es muss also zunächst die Existenzberechtigung ‚intersexueller‘ Körper  gesichert werden. ‚Intersex‘-Politiken beinhalten nicht zwingend auch gleich die Auseinandersetzung mit der Kritik des kulturellen Systems der Zweigeschlechtlichkeit im Allgemeinen. Und damit wären wir bei den Reibungspunkten mit Queer-Aktivist_innen.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Wo ist der Haken?&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der Haken ist zunächst eigentlich ganz einfach zu beschreiben: Queere Politiken (im Sinne des plural-queeren Ansatzes) berücksichtigen ‚intersex‘-Personen, die sich als zwischengeschlechtlich identifizieren. Sie berücksichtigen, dass sich gegen eine kongruente Geschlechtsidentität im Sinne der hegemonialen Gesellschaft gestellt wird. In Flyern oder Texten zur Kritik der Zweigeschlechtlichkeit wird des Öfteren sogar die chirurgische Gewalt gegen ‚Intersexuelle‘ angerissen und  damit die Gewalt des zweigeschlechtlichen Systems untermauert. Selten  wird dagegen in queeren Texten auf die Forderungen von ‚Intersex‘ eingegangen. ‚Intersexuellen‘ geht es aber zunächst einmal unabhängig von ihrem Verständnis als geschlechtliche Wesen, also unabhängig davon, ob sie sich als geschlechtlich ein- oder mehrdeutig oder als nicht verortbar verstehen, um die Beendigung der Gewalt gegen ihre Körper und ein Aufwachsen ohne traumatisierende Gewalterfahrungen. So kann beim Lesen queerer Texte schon einmal der Eindruck entstehen, ‚Intersexuelle‘ werden lediglich als Beweis der gewaltvollen Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit angebracht aber nicht als Mitstreiter_innen mit eigenen Forderungen gesehen. Tatsächlich sucht mensch die oben genannten Dreh- und Angelpunkte ‚intersexueller‘ Politiken in den Veröffentlichungen oft vergeblich. Dass es richtig und gut ist, die Gewalt des Geschlechterverhältnisses zu kritisieren, soll an  dieser Stelle nicht in Frage gestellt werden. In Veröffentlichungen zu queeren  Politiken fehlt jedoch meist der explizite Hinweis auf die Gewalt an ‚intersexuellen‘ Körpern durch die gängige medizinische Praxis.&lt;br /&gt; Dabei gibt es verschiedene Stellen, wo sich die queere Argumentations-logik mit dem ‚Intersex‘-Aktivismus solidarisch verbinden ließe; nur leider wird das – gerade für die Aktivist_innen selbst – nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Für Queer-Aktivist_innen, die umfassend mit dem Konzept Queer vertraut sind und einem plural-queeren Ansatz folgen, liegt die Solidarität mit ‚Intersex‘-Personen auf der Hand. Wie lässt sich nun die angekündigte geschwisterliche Zusammenarbeit konzipieren?&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Es waren zwei Königskinder … die konnten zusammen nicht kommen … oder doch?!&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Queer-politische Solidarität mit ‚Intersex‘-Problematiken bedeutet  immer wieder die kritische Betrachtung eigener Handlungsstrategien aus einer privilegierten Position heraus – dies ist Queer-Aktivist_innen  innerhalb anderer Machtverhältnissen wie z. B. Weiß-Sein oder Klassen-zugehörigkeit bereits vertraut. Es muss ein Reden mit, nicht über ‚Intersex‘ stattfinden, damit die Politiken den nicht-privilegierten Positionen gerecht werden. Als im geschilderten Verhältnis privilegierte Position ist es folglich Aufgabe der Queers, an ‚Intersex‘-Aktivist_innen mit dem  Wunsch nach Zusammenarbeit heranzutreten und die Möglichkeit des  Zutritts zu ‚intersexuellen‘ Räumen zu erfragen (Foren, Veranstaltungen,  Stammtische etc.), statt darauf zu warten, dass vom Gegenüber die Initiative ergriffen wird, oder anstatt wohlgemeinte Einladungen in  spezifisch privilegierte queere Räume auszusprechen: ‚Intersex‘-Aktivist_innen wären in diesen Räumen gezwungen, sich als De-Privi- legierte zu unterwerfen und also ihre Politik – wie bisher – den Queer-Politiken nachzuordnen. Angemessene Herangehensweise ist somit eine Bitte um Zutritt zum ‚intersexuellen‘ Raum, die Bitte um Information über ‚Intersexualität‘ aus ihrer Perspektive und die Diskussion darüber, wie sich eine solidarische Zusammenarbeit gewünscht wird. Nur so ist es möglich, aus den bisherigen Begrenzungen herauszukommen und  eine angemessene Verbündetenpolitik zu entwickeln und zu praktizieren. Die Sichtbarmachung traumatisierender medizinischer Behandlungspraxen gegen ‚intersexuelle‘ Menschen und die konkrete Forderung  der Beendigung genitaler Operationen im Kleinkind- und Jugendalter muss selbstverständlichen Eingang in Queer-Politiken finden, und zwar  unabhängig vom Gender-Verständnis der Betroffenen. Sich als ‚weiblich‘ oder ‚männlich‘ verortende ‚Intersexuelle‘ sind ebenso Teil der Forderungen wie etwa ‚Zwitter‘, ‚Hermaphroditen‘ oder ‚Zwischen-geschlechter‘. Die bereits entwickelten antisexistischen Praxen queerfeministischer Politiken bieten Anknüpfungspunkte, zukünftig auch ‚Intersex‘-Personen als Betroffene sexualisierter Gewalt mitzudenken und sie zu beraten und zu unterstützen. Notwendig wäre meines Erachtens auch die Erarbeitung eines Konzeptes für den Umgang mit Betroffenen (kinder)chirurgischer sexualisierter Gewalt unter Zusammenarbeit mit ‚Intersex‘-Aktivist_innen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;‚Intersexualität‘ queer einzubeziehen heißt, die spezifischen Bedürfnisse wahr und ernst zu nehmen als eigenständige Dimension der (queeren) Identitätskritik. Die plural-queere Kritik an hegemonialen Identitätsentwürfen beinhaltet diese Dimension bereits indirekt, indem machtvolle Ausschlüsse und damit die gewaltvolle Verwerfung un-normierter Identitätsentwürfe angegriffen werden. Es fehlt bisher der explizite Verweis, dass im Namen einer normgerechten Geschlechts-identitätsentwicklung, die festgelegt wird von Medizin, Biologie und Psychologie, gewaltvoll in ‚intersexuelle‘ Körper eingegriffen wird –  eine solche Formulierung scheint mir präziser als der recht globale Verweis auf die Gewalt des Geschlechterverhältnisses.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sich die eigene privilegierte Position bewusst zu machen und das entsprechende Handeln folgen zu lassen, das Bewusstsein von der Normierungspraxis der Medizin an ‚intersexuellen‘ Körpern und ihren  intrinsischen Begründungslogiken, die Suche nach einer gemeinsamen  Sprache aufgrund von ähnlichen (jedoch nicht ohne weiteres ver-gleichbaren) Erfahrungen, indem von Seiten der Queers aktiv der Dialog mit Instanzen des ‚Intersex‘-Aktivismus gesucht wird, können Schritte einer geschwisterlichen Zusammenarbeit sein.&lt;/p&gt;


&lt;!--
&lt;rdf:RDF xmlns:rdf=&quot;http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#&quot; xmlns:dc=&quot;http://purl.org/dc/elements/1.1/&quot; xmlns:trackback=&quot;http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/&quot;&gt;
&lt;rdf:Description rdf:about=&quot;https://arranca.org/ausgabe/43/es-waren-zwei-koenigskinder&quot; dc:identifier=&quot;https://arranca.org/ausgabe/43/es-waren-zwei-koenigskinder&quot; dc:title=&quot;Es waren zwei Königskinder&quot; trackback:ping=&quot;https://arranca.org/trackback/584&quot; /&gt;
&lt;/rdf:RDF&gt;
--&gt;
&lt;div class=&quot;trackback-url&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box-inner&quot;&gt;

      &lt;h2 class=&quot;title&quot;&gt;Trackback URL für diesen Artikel&lt;/h2&gt;
  
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt;
    https://arranca.org/trackback/584  &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;!-- /box-inner, /box --&gt;
&lt;/div&gt;</description>
 <comments>https://arranca.org/ausgabe/43/es-waren-zwei-koenigskinder#comments</comments>
 <category domain="https://arranca.org/tag/geschlechterverhaeltnisse">Geschlechterverhältnisse</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/intersektionalitaet">Intersektionalität</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/intersexualitaet">Intersexualität</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/koerper">Körper</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/queer">Queer</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/radikalelinke">RadikaleLinke</category>
 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/schwerpunkt">Schwerpunkt</category>
 <pubDate>Tue, 21 Dec 2010 15:51:14 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">584 at https://arranca.org</guid>
</item>
<item>
 <title>Bodycheck und linker Haken</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/43</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-filefield field-field-cover&quot;&gt;
    &lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;
            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;img src=&quot;https://arranca.org/files/arranca/imagecache/ausgabe_cover_teaser/cover43.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;195&quot; height=&quot;257&quot; class=&quot;imagecache imagecache-ausgabe_cover_teaser imagecache-default imagecache-ausgabe_cover_teaser_default&quot;/&gt;        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;


</description>
 <category domain="https://arranca.org/tag/alter">Alter</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/behinderung">Behinderung</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/geschlechterverhaeltnisse">Geschlechterverhältnisse</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/intersektionalitaet">Intersektionalität</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/intersexualitaet">Intersexualität</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/koerper">Körper</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/krankheit">Krankheit</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/privatpolitisch">Privat&amp;Politisch</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/queer">Queer</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/subjekt-gesellschaft">Subjekt &amp; Gesellschaft</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/transgender">Transgender</category>
 <pubDate>Thu, 09 Dec 2010 15:49:27 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">574 at https://arranca.org</guid>
</item>
<item>
 <title>Opfer der Marktgesellschaft</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/38/opfer-der-marktgesellschaft</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-teaser&quot;&gt;
    &lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;
            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;Klassismus meint klassenspezifische Diskriminierung in einem weiten Sinne. Der Begriff umfasst sowohl die Ausbeutung und Entfremdung von Arbei­terInnen wie sie die marxistische Analyse darstellt, als auch die Benachteiligung von Arbeiterkindern im Bildungssystem und die Kontrolle der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II durch die Arbeitsverwaltung. Klassismus beleuchtet nicht nur die klassenspezifische Ausbeutung und Unterdrückung in Ökonomie und Politik, sondern auch die Zuschreibungen und Abwertungen im Feld des Sozialen und Kulturellen. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu nannte dies Klassenrassismus.&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Klassismus meint klassenspezifische Diskriminierung in einem weiten Sinne. Der Begriff umfasst sowohl die Ausbeutung und Entfremdung von Arbei­terInnen wie sie die marxistische Analyse darstellt, als auch die Benachteiligung von Arbeiterkindern im Bildungssystem und die Kontrolle der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II durch die Arbeitsverwaltung. Klassismus beleuchtet nicht nur die klassenspezifische Ausbeutung und Unterdrückung in Ökonomie und Politik, sondern auch die Zuschreibungen und Abwertungen im Feld des Sozialen und Kulturellen. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu nannte dies Klassenrassismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Begriff Klassismus entstand zur gleichen Zeit wie der Begriff Sexismus, konnte sich in Deutschland aber nicht durchsetzen. Dies ist wahrscheinlich ein Effekt des Klassismus selbst. In der heutigen Zeit, in der sich das Bildungssystem zunehmend schließt und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, wird der Begriff Klassismus häufiger verwendet – oft allerdings in einem verkürzten Sinne, der Fragen der Ausbeutung und Ökonomie ausblendet. Klassismus als Unterdrückungsform wird vielfach nicht wahrgenommen – von der Diskursforschung bis hin zur Antidiskriminierungspolitik der Europäischen Union. Dies gilt sowohl für die Bildungsbenachteiligung als auch für die Diskriminierung von Langzeitarbeitslosen und Obdachlosen. Zugleich wird der Kapitalismus, zu welchem Klassismus notwendigerweise gehört, da er auf eine Klassenteilung im Sinne des Eigentums an Produktionsmitteln beruht, als „alternativlos“ festgeschrieben. Entsprechend wird der Klassismus als verkürzte Kritik am Kapitalismus nur dort wahrgenommen, wo sich Steuerhinterziehungsskandale und steigende Kinderarmutsquoten gegenüberstehen. Man kann die Empörung nachempfinden, jedoch kann diese Wahrnehmung der Spitze des Eisbergs des „strukturellen Klassismus“ ihrerseits in einen Klassismus gegen Reiche umschlagen, der anschlussfähig ist an antisemitische Diskurse. Wichtig ist es, den strukturellen Klassismus wahrzunehmen, der sich immer gegen „die da unten“ richtet – wobei die Topographie von „unten“ und „oben“ bereits klassistisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;10.000 mal Adel, einmal Obdachlos&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wie Klassismus konkret stattfindet, lässt sich am Beispiel der Obdachlosendiskriminierung gut darstellen, welche kaum thematisiert wird. Im europäischen Antidiskriminierungsrecht spielt sie keine Rolle. Das ist problematisch, denn soziale Gruppen, die in dieser Beschreibung nicht aufgelistet sind, gelten offiziell als nicht-diskriminiert. Damit wird eine Diskriminierungshierarchie erzeugt, die sich etwa in der Schaffung von Antidiskriminierungsstellen widerspiegelt, die zu den benachteiligten sozialen Gruppen forschen und mit deren Lobbygruppen kooperieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr aufschlussreich ist die Entstehungsgeschichte des Wikipedia-Eintrags zu Obdachlosendiskriminierung. Wikipedia hat den Vorzug, dass die verschiedenen Fassungen eines Artikels in ihrem Entstehungsprozess und die kontroversen Diskussionen zu Formulierungsfragen mitverfolgt werden können. Interessant an dem Eintrag zu Obdachlosendiskriminierung ist, dass er kurz nach Erstellung gelöscht wurde. Im Löschantrag wurde argumentiert, dass nur eine Minderheit Obdachlose diskriminiere und Obdachlosendiskriminierung nicht existieren würde. Ein eigener Artikel zum Thema sei deshalb überflüssig. Nach langen Diskussionen, in denen angemerkt wurde, dass das deutschsprachige Wikipedia über 10.000 Artikel zum Thema Adel beinhalte, wurde der Eintrag mit Verweis auf die Langzeitstudie Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit, in der von einer Abwertung von Obdachlosen die Rede ist, wieder hergestellt. Diese Diskussion scheint beispielhaft zu sein für das, was die Geschlechter- und Rechtsextremismusforscherin Birgit Rommelspacher Symbolische Diskriminierung nennt – das Unsichtbarmachen von diskriminierten Gruppen und ihren Benachteiligungen. In diesem Fall spiegelt der „Symbolische Klassismus“ ein Bildungsverständnis wider, welches von den herrschenden Klassen vorgegeben wird. Der Brockhaus ist hier nicht besser – im Gegenteil. Wikipedia erlaubt es immerhin den inhärenten Klassismus zu analysieren.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Unnütz in der Marktgesellschaft&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der Langzeitstudie Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit der Universität Bielefeld zufolge nimmt die Abwertung von Obdachlosen zu. Grund dafür sei der Übergang von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft, wodurch die ökonomistische Denkweise des Kapitalismus mittlerweile auch zwischenmenschliche Verhältnisse dominiere. In der Folge werden Menschen zunehmend unter dem Fokus ihrer Verwertbarkeit, ihrer Nützlichkeit betrachtet. Langzeitarbeitslose, Menschen mit geistiger Behinderung und Obdachlose werden entmenschlicht und abgewertet. Die ForscherInnen untersuchen menschenfeindliche Einstellungen zu bestimmten Gruppen und gehen davon aus, dass diese auf einem gemeinsamen „Syndrom der Menschenfeindlichkeit“ beruhen. Allerdings benutzen sie für die menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Obdachlosen, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen nur den Begriff „Abwertung“, während sie für menschfeindliche Einstellungen gegenüber anderen Gruppen die Diskriminierungs-Suffixe „-feindlichkeit“ (Fremdenfeindlichkeit), „-phobie“ (Homophobie, Islamophobie) und „-ismus“ (Sexismus, Rassismus, Antisemitismus) benutzen. Dabei sollen diese drei sozialen Gruppen am stärksten unter dem Übergang zur Marktgesellschaft leiden. Damit soll hier dem Bielefelder Forschungsprojekt keine Diskriminierungshierarchie unterstellt werden. Im Gegenteil: Es ist erfreulich, dass es im Gegensatz zum Antidiskriminierungsprogramm der EU die Benachteiligung und Abwertung von Obdachlosen und Arbeitslosen ins Blickfeld rückt. Es scheint aber, dass die Diskriminierung von Obdachlosen und Arbeitslosen unterschiedlich gewichtet wird. Für diese These spricht auch, dass die WissenschaftlerInnen die Feindlichkeit gegenüber Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen erst im Laufe des Forschungsprozesses und nicht von vornherein als Untersuchungsgegenstände aufgenommen haben, obwohl sie auf den Ausdruck Behindertenfeindlichkeit von Birgit Rommelspacher hätten zurückgreifen können.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Vom Hass getrieben&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der Klassismus gegenüber Obdachlosen zeigt sich nicht nur in zunehmend feindlicheren Einstellungen, sondern auch in gewalttätigen Übergriffen und Morden. Vor knapp zehn Jahren recherchierten Tageszeitungen rechtsextrem motivierte Morde in Deutschland und dokumentierten Listen, die sehr viel umfangreicher waren als die offizielle entsprechende Kriminalstatistik. Infolgedessen wurde der Straftatbestand der Politisch Motivierten Kriminalität eingeführt, zu der auch die so genannte Hasskriminalität zählt. Viele dieser Tötungen waren Morde an Obdachlosen. In den 1990er Jahren zählte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe 107 Morde an Obdachlosen. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sehr viel höher. In den letzten Jahren wurden diese Übergriffe noch perfider. Mit dem Begriff des Happy Slapping werden gewalttätige Übergriffe von jugendlichen Banden mit oftmals rechtsextremem Hintergrund bezeichnet, die willkürlich Schwächere überfallen, misshandeln und ihre Taten per Video im Internet oder auf dem Handy festhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obdachlose zählen zu den bevorzugten Opfern, da sie in der Markthierarchie der Nützlichkeit weit unten stehen, kein schützendes Zuhause haben und in der Regel die Übergriffe nicht anzeigen. So zeigte keines der mindestens fünf Opfer, die im Oktober 2007 in Köln von Jugendlichen misshandelt und zusammengetreten wurden, ihre Täter an. Diese wurden nur überführt, weil sie ihre Taten im Internetportal YouTube zur Schau stellten. Vor allem in den Vereinigten Staaten ist in den letzten Jahren die Zahl der Morde an Obdachlosen stark gestiegen. Inzwischen gibt es nach offiziellen Zahlen mehr Hassverbrechen (Hate Crime) mit tödlichem Ausgang mit dem klassistischem Motiv der Obdachlosenfeindlichkeit als mit rassistischem und sexistischem Hintergrund.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Diskriminierungs­überschneidungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;In der Klassismusforschung wird davon ausgegangen, dass diese Diskriminierungsform sich mit anderen überschneidet („Intersektion“) und dass mit diesen Überschneidungen auch „intersektionelle Identitäten“ entstehen. Entsprechend unterscheidet auch die Männerforscherin Raewyn Connell verschiedene Typen von Männlichkeit. In jeder patriarchalen Gesellschaft profitieren Männer vom Geschlechterregime, auch Männer mit einer marginalisierten oder untergeordneten Männlichkeit. Einzige Ausnahme sind obdachlose Männer. Diese sind aufgrund ihrer gesellschaftlichen Ausgrenzung und Stigmatisierung so weit „unten“, dass sie nicht von der „patriarchalen Dividende“ profitieren. Vor allem bei Überschneidungen von Obdachlosigkeit mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten vervielfacht sich die Diskriminierung dieser Gruppe, da sie in ihrer Nützlichkeit noch mehr sinken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Straßenkinder gibt es auch im wohlhabenden Deutschland. Mit steigender Kinderarmut wächst auch die Zahl obdachloser Minderjähriger. Dennoch werden seit Jahren mit dem Argument der leeren Kassen kommunale Unterstützungen gestrichen. Die Streichung der Finanzierung von Frauenhäusern hat ebenso negative Effekte. Frauen gehen mit Obdachlosigkeit anders um als Männer, daher wird ihre Wohnungsnot oft nicht sichtbar. Unsichtbar bleibt damit auch die Gefahr von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen, der sie ausgesetzt sind. Dies gilt insbesondere für Mädchen, für die bundesweit nicht einmal zehn Mädchen-SleepIns existieren.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Vom „lachenden Vagabunden“ zum „Wohlstandsmüll“&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht kennt noch jemand Fred Bertelmanns Schlager Der Lachende Vagabund von 1957. Natürlich ist der Text verklärend und romantisierend: Es zeigt sich ein dem Antiziganismus entsprechender „Exotismus“. Insofern blendet er die tatsächlichen Alltagsprobleme von Obdachlosen klassistisch aus. Aber es findet sich ein Rückgriff auf eine Vagabundentradition der Weimarer Republik. Im Nationalsozialismus wurden bekanntlich Obdachlose als Asoziale verfolgt, allein mit der Aktion Arbeitsscheu Reich wurden 1938 weit über 10.000 als „asozial“ bezeichnete Personen in Konzentrationslager verschleppt. Die Vagabundenbewegung in der Weimarer Republik ging noch mit dem Selbstbewusstsein einher, sowohl kulturschaffend als auch politisch aktiv zu sein: Sie gab Zeitschriften heraus und führte trotz kommunalen Widerstands an Pfingsten 1929 einen Vagabundenkongress durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vagabunden dieser Zeit nannten sich selbst „Kunden“. Dieser Begriff hielt sich in der DDR und wurde dort als Selbstbezeichnung der Blueserszene benutzt, einer Jugendbewegung die sich an der westlichen Hippieszene orientierte. Im Kapitalismus erfuhr der Begriff Kunde jedoch eine Bedeutungsverschiebung - Kunden wurden nur noch als (zahlungskräftige) KonsumentInnen wahrgenommen. Die einstigen KundInnen wurden zu Nicht-KundInnen und sind als solche massiven Ausgrenzungen ausgesetzt. Der Begriff „Kunde“ wird aber auch von der Arbeits- und Sozialverwaltung für ihre arbeitslosen „KundInnen“ verwendet, was mit dem Einzug von neuen bürokratischen Steuerungsmodellen und einer scheinbar Dienstleistungsorientierung zu tun hat – auch wenn der Kundenbegriff hier stark umstritten ist. Da sie keinen Umsatz versprechen, erhalten sie Aufenthalts- und Ladenverbote. Ein Nutzen in der Marktgesellschaft ergibt sich nur über die Verwertbarkeit im kapitalistischen Sinne. Passagen aus Fred Bertelsmanns (verklärendem) Loblied wie „Was ich erlebt hab, dass konnt nur ich erleben – meine Welt ist bunt“ erscheinen angesichts der Allgegenwärtigkeit von Internet und der Farbenfreudigkeit der tatsächlichen Omnipräsenz der Werbung antiquiert. Obdachlose haben nichts mehr zu sagen – ihre Welt erscheint grau, denn sie können nicht konsumieren. Dass diese Farbigkeit der Marktgesellschaft jedoch nicht befriedigen kann zeigt sich nicht zuletzt in den klassistischen Gewaltexzessen gegen Obdachlose.&lt;/p&gt;


&lt;!--
&lt;rdf:RDF xmlns:rdf=&quot;http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#&quot; xmlns:dc=&quot;http://purl.org/dc/elements/1.1/&quot; xmlns:trackback=&quot;http://madskills.com/public/xml/rss/module/trackback/&quot;&gt;
&lt;rdf:Description rdf:about=&quot;https://arranca.org/ausgabe/38/opfer-der-marktgesellschaft&quot; dc:identifier=&quot;https://arranca.org/ausgabe/38/opfer-der-marktgesellschaft&quot; dc:title=&quot;Opfer der Marktgesellschaft&quot; trackback:ping=&quot;https://arranca.org/trackback/419&quot; /&gt;
&lt;/rdf:RDF&gt;
--&gt;
&lt;div class=&quot;trackback-url&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box&quot;&gt;&lt;div class=&quot;box-inner&quot;&gt;

      &lt;h2 class=&quot;title&quot;&gt;Trackback URL für diesen Artikel&lt;/h2&gt;
  
  &lt;div class=&quot;content&quot;&gt;
    https://arranca.org/trackback/419  &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; &lt;!-- /box-inner, /box --&gt;
&lt;/div&gt;</description>
 <category domain="https://arranca.org/tag/deutschland">Deutschland</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/intersektionalitaet">Intersektionalität</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/klassismus">Klassismus</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/obdachlosenfeindlichkeit">Obdachlosenfeindlichkeit</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/obdachlosigkeit">Obdachlosigkeit</category>
 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/ausserhalb-des-schwerpunkts">Ausserhalb des Schwerpunkts</category>
 <pubDate>Sat, 23 Jan 2010 17:35:50 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Andreas Kemper</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">419 at https://arranca.org</guid>
</item>
</channel>
</rss>
