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 <title>arranca! - Klassismus</title>
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 <title>Klassenkörper</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/44/klassenkoerper</link>
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            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;„Wir müssen von Klassenkörpern sprechen“ (Foucault), mehr denn je. Von  den ‚normalen‘ ebenso wie von der Konstruktion der sichtbaren  „Unterschichtskörper“ in den Medien und von der angeblichen Vererbung  der Klassenkörper: ihrer vermeintlichen Intelligenz und Fruchtbarkeit.  Der Begriff ‚Klassenkörper‘ meint, dass Körper sowohl in der Art und  Weise, in der sie wahrgenommen werden, vom Klassenstandpunkt abhängig  sind, als auch materiell generationenübergreifend klassenspezifische  Erfahrungen speichern, das heißt diese Erfahrungen werden  ‚inkorporiert‘, in die Körper einverleibt, eingeschrieben.&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;„Wir müssen von Klassenkörpern sprechen“ (Foucault), mehr denn je. Von den ‚normalen‘ ebenso wie von der Konstruktion der sichtbaren „Unterschichtskörper“ in den Medien und von der angeblichen Vererbung der Klassenkörper: ihrer vermeintlichen Intelligenz und Fruchtbarkeit. Der Begriff ‚Klassenkörper‘ meint, dass Körper sowohl in der Art und Weise, in der sie wahrgenommen werden, vom Klassenstandpunkt abhängig sind, als auch materiell generationenübergreifend klassenspezifische Erfahrungen speichern, das heißt diese Erfahrungen werden ‚inkorporiert‘, in die Körper einverleibt, eingeschrieben.&lt;br /&gt;Trotz Foucault und Bourdieu wird in emanzipatorischen Diskursen nicht über Klassenkörper gesprochen. Sarrazin löste eine Migrations-Debatte aus, aber keine klassenbezogene Erbintelligenz-Debatte. Dabei ist das Elterngeld stillschweigend eingeführt worden, weil „in Deutschland die Falschen die Kinder bekommen“, wie Gesundheitsminister Daniel Bahr 2005 formulierte, die Begründung für das Erbgesundheitsgesetz von 1933 wiederholend. Intelligenz wird als eine klassenspezifisch vererbliche Eigenschaft des Körpers ausgemacht, mit dem Elterngeld soll daher die Produktion von Klassenkörpern gesteuert werden. Von emanzipatorischer Seite wurden weder Foucaults &lt;em&gt;Sexualität und Wahrheit&lt;/em&gt; noch seine Ausführungen zur Eugenik im Biomacht-Kontext zitiert oder gar neu gelesen, und Bourdieus 20 Jahre alte Replik &lt;em&gt;Rassismus der Intelligenz&lt;/em&gt; ebenfalls nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;„Klasse“ – der arme Vetter im Diskriminierungsdiskurs&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die Klassen-Kategorie ist im Diskurs der emanzipatorischen Linken noch immer „der arme Vetter“&lt;a class=&quot;see-footnote&quot; id=&quot;footnoteref1_8x2g00k&quot; title=&quot;Chuck Barone: Bringing Classism into the Race &amp;amp; Gender Picture, in: Race, Gender &amp;amp; Class 6 (3), 1999.&quot; href=&quot;#footnote1_8x2g00k&quot;&gt;1&lt;/a&gt;. Wenn überhaupt von ‚Race, Class, Gender‘ gesprochen wird, dann findet ‚Class‘ seltener Berücksichtigung als andere Kategorien. Natürlich ist dies in der marxistischen Linken anders, wo allerdings ‚Klasse‘ als ökonomisch/politische Kategorie und nicht als Diskriminierungskategorie verstanden und der Begriff ‚Klassismus‘ verdächtigt wird, die Wirkmechanismen des Kapitalismus zu verschleiern.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Beispiel Diskursforschung&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Probeweise zog ich die Reihe &lt;em&gt;Edition DISS&lt;/em&gt; heran und kam auf 13 Titel, die sich den Themenfeldern &lt;em&gt;Rechtsextremismus/Neokonservatismus&lt;/em&gt; zuwenden, ebenso viele zum Thema Rassismus, elf zum Thema &lt;em&gt;Migration/Einwanderung&lt;/em&gt;, acht Titel zum Feld &lt;em&gt;Nationale Identität/Demokratiefeindlichkeit&lt;/em&gt;, je sieben zu den Themen &lt;em&gt;Biologismus/Biomacht&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Sexismus/Gender&lt;/em&gt;, vier zum Thema &lt;em&gt;Alter/Jugendliche&lt;/em&gt;, drei behandeln das Thema Krieg. Nur zwei Artikel widmen sich den Diskriminierungsthemen &lt;em&gt;Antisemitismus/Krankheit/Behinderung/Psychiatrie/Religion&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Prekarität/Arbeitslosigkeit&lt;/em&gt;. Wenn wir nur die drei „Masterkategorien“ &lt;em&gt;Race, Class, Gender&lt;/em&gt; betrachten, so widmen sich die DISS-Bände vor allem Rassismus-Analysen, dann den Sexismus-Analysen und nur sehr marginal den Klassismus-Analysen. Dies verwundert umso mehr, als Siegfried Jägers Klassiker &lt;em&gt;Kritische Diskursanalyse&lt;/em&gt; von 1993 sich intensiv mit Ansätzen, die im Zusammenhang mit Klassentheorien entstanden sind, beschäftigt. Es kann also nicht an einer methodischen Fremdheit der Diskursanalyse gegenüber dem Klassenthema liegen, dass dieses links liegengelassen wird.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Beispiel Antidiskriminierungspolitik&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die Europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien sehen klassenspezifische Diskriminierungsgründe nicht vor. Diese wurden im Zuge des Zustandekommens der Amsterdamer Verträge Ende der 1990er Jahre gestrichen. Die Folgen dieser Diskriminierungshierarchie sind gravierend: Antidiskriminierungsbüros müssen diskriminierte Menschen abweisen, wenn diese aufgrund klassenspezifischer Gründe diskriminiert werden; Enzyklopädien und Lexika gehen dazu über, Diskriminierung durch Aufzählungen zu definieren, in denen Kategorien wie Klasse, soziale Herkunft, Vermögen nicht vorkommen. Klassendiskriminierung kann es per Definition nicht mehr geben; Forschungsaufträge werden nur für die anerkannten Diskriminierungsgründe bewilligt, wodurch Klassendiskriminierungen „wissenschaftlich“ noch unsichtbarer werden; aus diesen diskriminierungshierarchischen Forschungen resultieren dann Handlungsanweisungen, die ebenfalls „klassenblind“ sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch selbst in linken Gruppierungen, die &lt;em&gt;Race, Class und Gender&lt;/em&gt; intersektionell thematisieren, fällt der Bezug auf „Klasse“ oftmals schwer. Anne Christine Lenz und Laura Paetau kamen in &lt;em&gt;Feminismen und ‚Neue Politische Generation&lt;/em&gt;‘ (2009) zu dem Schluss, dass die interviewten Aktivist_innen aus linken Berliner Gruppen, die zugleich Rassismus, Sexismus und Klassismus bekämpfen wollten, zu keiner antiklassistischen Praxis fanden.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Beispiel öffentliche Thematisierung von Diskriminierungsdiskursen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Betrachten wir die Sarrazin-Debatte, so zeigt eine Analyse der Äußerungen und Texte Sarrazins, dass er sich gleichermaßen abwertend gegenüber der deutschen Unterschicht wie gegenüber Migrant_innen mit islamischer Glaubensrichtung äußert. Dies stellte bereits die Schiedskommission der SPD im Frühjahr 2010 mit irrer Logik fest: Sarrazin sei kein Rassist, schließlich äußere er sich genauso abfällig gegenüber der deutschen Unterschicht wie gegenüber Migrant_innen. Dennoch hat die Sarrazin-Debatte vor allem seinen Rassismus thematisiert: Google zeigt über 1200000 Treffer bei der Suche „Sarrazin Migration“, 550000 bei „Sarrazin Islam“, 460000 bei „Sarrazin Integration“, aber nur 56000 bei „Sarrazin Unterschicht“.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Klassenkörperlichkeit oder Das Dispositiv der Sexualität&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zur Etablierung des Bürgertums schreibt Foucault in &lt;em&gt;Sexualität und Wahrheit&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;Das Bürgertum „[…] hat sich einen Körper gegeben, den es zu pflegen, zu schützen, zu kultivieren, vor allen Gefahren und Berührungen zu bewahren und von den anderen zu isolieren galt, damit er seinen eigenen Wert behalte.“&lt;br /&gt;Die Passage „von den anderen zu isolieren“ beinhaltet das altbekannte „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“. Sie findet sich unter anderem auch in allen modernen Spielarten von Zombiefilmen, in denen es darum geht, nicht von den Untermenschen infiziert zu werden und umfasst zudem die Homogamie, die Frage, wer wen heiratet.&lt;br /&gt;Auch wenn Foucault von Klassenkörper und Klassensexualitäten spricht, ist &lt;em&gt;Sexualität und Wahrheit&lt;/em&gt; nie als Beitrag zur Klassenanalyse wahrgenommen worden:&lt;br /&gt;Das Bürgertum „hat sich […] seit der Mitte des 18. Jahrhunderts damit beschäftigt, sich eine Sexualität zu geben und sich von da aus einen spezifischen Körper, einen ‚Klassenkörper‘ mit einer eigenen Gesundheit, einer Hygiene, einer Nachkommenschaft, einer Rasse zu erschaffen: Selbstsexualisierung seines Körpers, Inkarnation des Sexes in seinen eigenen Körper, Endogamie zwischen dem Sex und dem Körper.“&lt;br /&gt;Man muss Sarrazin und den Diskurs, in dem das Elterngeld-Gesetz verabschiedet wurde, in diesem foucaultschen Sinne interpretieren. &lt;br /&gt;„Wenn die Affirmation des Körpers eine der Hauptformen des Klassenbewußtseins ist, so gilt dies gewiß für das Bürgertum des 18. Jahrhunderts, das das blaue Blut des Adels in einen kräftigen Organismus und eine gesunde Sexualität verwandelt hat. So wird verständlich, warum das Bürgertum so lange gezögert hat, bis es den anderen, eben von ihm ausgebeuteten Klassen einen Körper und einen Sex zuerkannt hat.“&lt;br /&gt;Und Foucault geht von verschiedenen „Klassensexualitäten“ aus:&lt;br /&gt;„Wenn die ‚Sexualität‘ das Ensemble von Auswirkungen ist, die in den Körpern, den Verhaltensweisen, den gesellschaftlichen Beziehungen durch das Dispositiv einer komplexen politischen Technologie herbeigeführt werden, so wirkt sich dieses Dispositiv nicht auf allen Seiten in gleicher Weise aus, führt es nicht überall zu denselben Effekten. Man muß darum wieder zu Formulierungen zurückkehren, die seit langem in Verruf sind. Man muß sagen, daß es eine bürgerliche Sexualität gibt, daß es Klassensexualitäten gibt. Oder vielmehr daß die Sexualität in ihrem historischen Ursprung bürgerlich ist und daß sie in ihren sukzessiven Verschiebungen und Übertragungen zu spezifischen Klasseneffekten führt.“&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Habitus als Klassenverkörperung&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Pierre Bourdieu spricht ebenfalls von Klassenkörpern, der Begriff Habitus meint Klassenverkörperung. Er legte in seinem Buch &lt;em&gt;Meditationen. Kritik der scholastischen Vernunft&lt;/em&gt; eine Spur, der es zu folgen lohnt. &lt;br /&gt;„[…] Es gilt, eine materialistische Theorie zu konstruieren, die, wie Marx in seinen &lt;em&gt;Thesen über Feuerbach &lt;/em&gt;forderte, vom Idealismus ‚die tätige Seite‘ der praktischen Erkenntnis übernimmt, die die materialistische Tradition ihm überlassen hatte. Genau dies ist die Funktion des Begriffs Habitus: Er gibt dem Akteur eine generierende und einigende, konstruierende und einteilende Macht zurück und erinnert zugleich daran, dass diese sozial geschaffene Fähigkeit, die soziale Wirklichkeit zu schaffen, nicht die eines transzendentalen Subjekts ist, sondern die eines sozial geschaffenen Körpers, der sozial geschaffene und im Verlauf einer räumlich und zeitlich situierten Erfahrung erworbene Gestaltungsprinzipien in die Praxis umsetzt.“&lt;br /&gt;Mit diesem Materialismus, der Körper als Gesellschaftskörper begreift, wird eine kritikgenerierende Perspektive eingenommen, die auch nach Jahrzehnten noch Bestand hat. So lesen sich nicht nur Foucaults Äußerungen zur Biomacht aus den 1970er Jahren als aktuelle Antworten auf Sarrazins &lt;em&gt;Deutschland schafft sich ab&lt;/em&gt;, sondern ebenso eine Passage aus Bourdieus Artikel zum&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Rassismus der Intelligenz:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;„Die neuen Rassisten stehen vor einem Optimierungsproblem: Entweder sie steigern den Tenor des Diskurses (etwa durch ein Eintreten für die Eugenik) zum erklärten Rassismus, riskieren dabei aber, ihr Publikum vor den Kopf zu stoßen und Einbußen an Kommunizierbarkeit, Mittelbarkeit zu erleiden, oder sie akzeptieren, dass sie Weniges sagen, und dieses Wenige in stark euphemisierte, das heißt den Normen der gerade geltenden Zensur entsprechender Form (indem sie von Genetik oder Ökologie sprechen), und vergrößern auf diese Weise ihre Chance, ihre Botschaft zu Gehör zu bringen, indem sie sie unhörbar zu Gehör bringen. Der heute am weitesten verbreitete Euphemisierungsmodus ist ganz klar die Scheinverwissenschaftlichung des Diskurses.“&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Klassenkörper: auch nur Kopien von Kopien&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Queere Umgangsweisen mit Körpern, die mit Judith Butler davon ausgehen, dass Körper nur Kopien von Kopien sind, beziehen sich wesentlich auf Geschlechtskörper. Sie kopieren hier bewusst falsch, um zu irritieren, um so auf die Konstruiertheit von Körpern hinzuweisen. Die emanzipatorische Linke ist weit davon entfernt, auch ihre Klassenkörper als Kopien von Kopien zu verstehen. Selbst dann, wenn wie im Fall Guttenberg Kopien und Klassen in allzu großer Verbundenheit und Deutlichkeit wochenlang die Medien beherrschen, wird kein Bezug zur Queer-Theory hergestellt. Der Biologismus des Genie-Kults und des Begabungs-Diskurses, der sich in der Praxis von in „Einsamkeit und Freiheit“ geschriebenen Doktor-Arbeiten ausdrückt, ist der Hintergrund für die angebliche Echtheit und Einzigartigkeit von Doktoren. Die Linke zeigte mit dem Finger auf ihn: „Der ist nicht echt“, aus unteren Schichten wurde gekontert: „Wir sind alle nicht echt, wir haben doch alle schon mal abgeschrieben“. Das alles ist komplizierter, aber als Mittel zum Zweck ließe sich auf eine Art Hauptmann-von-Köpenick-Queerness zurückgreifen. Als Bildungsaufsteiger sind Arbeiterkinder mit dem Vorwurf der „Hochstapelei“ konfrontiert, es muss die nichtexistente Echtheit bewiesen werden. Dagegen steht die relative Leichtigkeit, mit der Akademikerkinder die besseren Jobs bekommen: „Man muss nur authentisch sein“; „Also die Spielregeln sollte man schon einhalten“; „Das weiß man doch“. Das alles sind Klassenkörperfragen, vom verräterischen Erröten, sich nicht wohl in seiner Haut fühlen, bis zur Sprachlosigkeit über Äußerungen zur „Vererblichkeit von Intelligenz“ auch in der linken Szene, oder eben die körperliche Authentizität des klassenbezogenen Vorbehalts. Fragen für ausführliche Diskussionen und vielleicht auch für die Therapie – wenn es denn eine nicht-bürgerliche gäbe.&lt;/p&gt;

&lt;ul class=&quot;footnotes&quot;&gt;&lt;li class=&quot;footnote&quot; id=&quot;footnote1_8x2g00k&quot;&gt;&lt;a class=&quot;footnote-label&quot; href=&quot;#footnoteref1_8x2g00k&quot;&gt;1.&lt;/a&gt; Chuck Barone: Bringing Classism into the Race &amp;amp; Gender Picture, in: Race, Gender &amp;amp; Class 6 (3), 1999.&lt;/li&gt;
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 <category domain="https://arranca.org/tag/klassismus">Klassismus</category>
 <category domain="https://arranca.org/tag/koerper">Körper</category>
 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/ausserhalb-des-schwerpunkts">Ausserhalb des Schwerpunkts</category>
 <pubDate>Thu, 11 Aug 2011 18:51:53 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
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 <title>Opfer der Marktgesellschaft</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/38/opfer-der-marktgesellschaft</link>
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                    &lt;p&gt;Klassismus meint klassenspezifische Diskriminierung in einem weiten Sinne. Der Begriff umfasst sowohl die Ausbeutung und Entfremdung von Arbei­terInnen wie sie die marxistische Analyse darstellt, als auch die Benachteiligung von Arbeiterkindern im Bildungssystem und die Kontrolle der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II durch die Arbeitsverwaltung. Klassismus beleuchtet nicht nur die klassenspezifische Ausbeutung und Unterdrückung in Ökonomie und Politik, sondern auch die Zuschreibungen und Abwertungen im Feld des Sozialen und Kulturellen. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu nannte dies Klassenrassismus.&lt;/p&gt;

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&lt;p&gt;Klassismus meint klassenspezifische Diskriminierung in einem weiten Sinne. Der Begriff umfasst sowohl die Ausbeutung und Entfremdung von Arbei­terInnen wie sie die marxistische Analyse darstellt, als auch die Benachteiligung von Arbeiterkindern im Bildungssystem und die Kontrolle der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II durch die Arbeitsverwaltung. Klassismus beleuchtet nicht nur die klassenspezifische Ausbeutung und Unterdrückung in Ökonomie und Politik, sondern auch die Zuschreibungen und Abwertungen im Feld des Sozialen und Kulturellen. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu nannte dies Klassenrassismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Begriff Klassismus entstand zur gleichen Zeit wie der Begriff Sexismus, konnte sich in Deutschland aber nicht durchsetzen. Dies ist wahrscheinlich ein Effekt des Klassismus selbst. In der heutigen Zeit, in der sich das Bildungssystem zunehmend schließt und die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, wird der Begriff Klassismus häufiger verwendet – oft allerdings in einem verkürzten Sinne, der Fragen der Ausbeutung und Ökonomie ausblendet. Klassismus als Unterdrückungsform wird vielfach nicht wahrgenommen – von der Diskursforschung bis hin zur Antidiskriminierungspolitik der Europäischen Union. Dies gilt sowohl für die Bildungsbenachteiligung als auch für die Diskriminierung von Langzeitarbeitslosen und Obdachlosen. Zugleich wird der Kapitalismus, zu welchem Klassismus notwendigerweise gehört, da er auf eine Klassenteilung im Sinne des Eigentums an Produktionsmitteln beruht, als „alternativlos“ festgeschrieben. Entsprechend wird der Klassismus als verkürzte Kritik am Kapitalismus nur dort wahrgenommen, wo sich Steuerhinterziehungsskandale und steigende Kinderarmutsquoten gegenüberstehen. Man kann die Empörung nachempfinden, jedoch kann diese Wahrnehmung der Spitze des Eisbergs des „strukturellen Klassismus“ ihrerseits in einen Klassismus gegen Reiche umschlagen, der anschlussfähig ist an antisemitische Diskurse. Wichtig ist es, den strukturellen Klassismus wahrzunehmen, der sich immer gegen „die da unten“ richtet – wobei die Topographie von „unten“ und „oben“ bereits klassistisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;10.000 mal Adel, einmal Obdachlos&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wie Klassismus konkret stattfindet, lässt sich am Beispiel der Obdachlosendiskriminierung gut darstellen, welche kaum thematisiert wird. Im europäischen Antidiskriminierungsrecht spielt sie keine Rolle. Das ist problematisch, denn soziale Gruppen, die in dieser Beschreibung nicht aufgelistet sind, gelten offiziell als nicht-diskriminiert. Damit wird eine Diskriminierungshierarchie erzeugt, die sich etwa in der Schaffung von Antidiskriminierungsstellen widerspiegelt, die zu den benachteiligten sozialen Gruppen forschen und mit deren Lobbygruppen kooperieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr aufschlussreich ist die Entstehungsgeschichte des Wikipedia-Eintrags zu Obdachlosendiskriminierung. Wikipedia hat den Vorzug, dass die verschiedenen Fassungen eines Artikels in ihrem Entstehungsprozess und die kontroversen Diskussionen zu Formulierungsfragen mitverfolgt werden können. Interessant an dem Eintrag zu Obdachlosendiskriminierung ist, dass er kurz nach Erstellung gelöscht wurde. Im Löschantrag wurde argumentiert, dass nur eine Minderheit Obdachlose diskriminiere und Obdachlosendiskriminierung nicht existieren würde. Ein eigener Artikel zum Thema sei deshalb überflüssig. Nach langen Diskussionen, in denen angemerkt wurde, dass das deutschsprachige Wikipedia über 10.000 Artikel zum Thema Adel beinhalte, wurde der Eintrag mit Verweis auf die Langzeitstudie Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit, in der von einer Abwertung von Obdachlosen die Rede ist, wieder hergestellt. Diese Diskussion scheint beispielhaft zu sein für das, was die Geschlechter- und Rechtsextremismusforscherin Birgit Rommelspacher Symbolische Diskriminierung nennt – das Unsichtbarmachen von diskriminierten Gruppen und ihren Benachteiligungen. In diesem Fall spiegelt der „Symbolische Klassismus“ ein Bildungsverständnis wider, welches von den herrschenden Klassen vorgegeben wird. Der Brockhaus ist hier nicht besser – im Gegenteil. Wikipedia erlaubt es immerhin den inhärenten Klassismus zu analysieren.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Unnütz in der Marktgesellschaft&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der Langzeitstudie Gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit der Universität Bielefeld zufolge nimmt die Abwertung von Obdachlosen zu. Grund dafür sei der Übergang von der Marktwirtschaft zur Marktgesellschaft, wodurch die ökonomistische Denkweise des Kapitalismus mittlerweile auch zwischenmenschliche Verhältnisse dominiere. In der Folge werden Menschen zunehmend unter dem Fokus ihrer Verwertbarkeit, ihrer Nützlichkeit betrachtet. Langzeitarbeitslose, Menschen mit geistiger Behinderung und Obdachlose werden entmenschlicht und abgewertet. Die ForscherInnen untersuchen menschenfeindliche Einstellungen zu bestimmten Gruppen und gehen davon aus, dass diese auf einem gemeinsamen „Syndrom der Menschenfeindlichkeit“ beruhen. Allerdings benutzen sie für die menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Obdachlosen, Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen nur den Begriff „Abwertung“, während sie für menschfeindliche Einstellungen gegenüber anderen Gruppen die Diskriminierungs-Suffixe „-feindlichkeit“ (Fremdenfeindlichkeit), „-phobie“ (Homophobie, Islamophobie) und „-ismus“ (Sexismus, Rassismus, Antisemitismus) benutzen. Dabei sollen diese drei sozialen Gruppen am stärksten unter dem Übergang zur Marktgesellschaft leiden. Damit soll hier dem Bielefelder Forschungsprojekt keine Diskriminierungshierarchie unterstellt werden. Im Gegenteil: Es ist erfreulich, dass es im Gegensatz zum Antidiskriminierungsprogramm der EU die Benachteiligung und Abwertung von Obdachlosen und Arbeitslosen ins Blickfeld rückt. Es scheint aber, dass die Diskriminierung von Obdachlosen und Arbeitslosen unterschiedlich gewichtet wird. Für diese These spricht auch, dass die WissenschaftlerInnen die Feindlichkeit gegenüber Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen erst im Laufe des Forschungsprozesses und nicht von vornherein als Untersuchungsgegenstände aufgenommen haben, obwohl sie auf den Ausdruck Behindertenfeindlichkeit von Birgit Rommelspacher hätten zurückgreifen können.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Vom Hass getrieben&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der Klassismus gegenüber Obdachlosen zeigt sich nicht nur in zunehmend feindlicheren Einstellungen, sondern auch in gewalttätigen Übergriffen und Morden. Vor knapp zehn Jahren recherchierten Tageszeitungen rechtsextrem motivierte Morde in Deutschland und dokumentierten Listen, die sehr viel umfangreicher waren als die offizielle entsprechende Kriminalstatistik. Infolgedessen wurde der Straftatbestand der Politisch Motivierten Kriminalität eingeführt, zu der auch die so genannte Hasskriminalität zählt. Viele dieser Tötungen waren Morde an Obdachlosen. In den 1990er Jahren zählte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe 107 Morde an Obdachlosen. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sehr viel höher. In den letzten Jahren wurden diese Übergriffe noch perfider. Mit dem Begriff des Happy Slapping werden gewalttätige Übergriffe von jugendlichen Banden mit oftmals rechtsextremem Hintergrund bezeichnet, die willkürlich Schwächere überfallen, misshandeln und ihre Taten per Video im Internet oder auf dem Handy festhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obdachlose zählen zu den bevorzugten Opfern, da sie in der Markthierarchie der Nützlichkeit weit unten stehen, kein schützendes Zuhause haben und in der Regel die Übergriffe nicht anzeigen. So zeigte keines der mindestens fünf Opfer, die im Oktober 2007 in Köln von Jugendlichen misshandelt und zusammengetreten wurden, ihre Täter an. Diese wurden nur überführt, weil sie ihre Taten im Internetportal YouTube zur Schau stellten. Vor allem in den Vereinigten Staaten ist in den letzten Jahren die Zahl der Morde an Obdachlosen stark gestiegen. Inzwischen gibt es nach offiziellen Zahlen mehr Hassverbrechen (Hate Crime) mit tödlichem Ausgang mit dem klassistischem Motiv der Obdachlosenfeindlichkeit als mit rassistischem und sexistischem Hintergrund.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Diskriminierungs­überschneidungen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;In der Klassismusforschung wird davon ausgegangen, dass diese Diskriminierungsform sich mit anderen überschneidet („Intersektion“) und dass mit diesen Überschneidungen auch „intersektionelle Identitäten“ entstehen. Entsprechend unterscheidet auch die Männerforscherin Raewyn Connell verschiedene Typen von Männlichkeit. In jeder patriarchalen Gesellschaft profitieren Männer vom Geschlechterregime, auch Männer mit einer marginalisierten oder untergeordneten Männlichkeit. Einzige Ausnahme sind obdachlose Männer. Diese sind aufgrund ihrer gesellschaftlichen Ausgrenzung und Stigmatisierung so weit „unten“, dass sie nicht von der „patriarchalen Dividende“ profitieren. Vor allem bei Überschneidungen von Obdachlosigkeit mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten vervielfacht sich die Diskriminierung dieser Gruppe, da sie in ihrer Nützlichkeit noch mehr sinken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Straßenkinder gibt es auch im wohlhabenden Deutschland. Mit steigender Kinderarmut wächst auch die Zahl obdachloser Minderjähriger. Dennoch werden seit Jahren mit dem Argument der leeren Kassen kommunale Unterstützungen gestrichen. Die Streichung der Finanzierung von Frauenhäusern hat ebenso negative Effekte. Frauen gehen mit Obdachlosigkeit anders um als Männer, daher wird ihre Wohnungsnot oft nicht sichtbar. Unsichtbar bleibt damit auch die Gefahr von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen, der sie ausgesetzt sind. Dies gilt insbesondere für Mädchen, für die bundesweit nicht einmal zehn Mädchen-SleepIns existieren.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Vom „lachenden Vagabunden“ zum „Wohlstandsmüll“&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht kennt noch jemand Fred Bertelmanns Schlager Der Lachende Vagabund von 1957. Natürlich ist der Text verklärend und romantisierend: Es zeigt sich ein dem Antiziganismus entsprechender „Exotismus“. Insofern blendet er die tatsächlichen Alltagsprobleme von Obdachlosen klassistisch aus. Aber es findet sich ein Rückgriff auf eine Vagabundentradition der Weimarer Republik. Im Nationalsozialismus wurden bekanntlich Obdachlose als Asoziale verfolgt, allein mit der Aktion Arbeitsscheu Reich wurden 1938 weit über 10.000 als „asozial“ bezeichnete Personen in Konzentrationslager verschleppt. Die Vagabundenbewegung in der Weimarer Republik ging noch mit dem Selbstbewusstsein einher, sowohl kulturschaffend als auch politisch aktiv zu sein: Sie gab Zeitschriften heraus und führte trotz kommunalen Widerstands an Pfingsten 1929 einen Vagabundenkongress durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vagabunden dieser Zeit nannten sich selbst „Kunden“. Dieser Begriff hielt sich in der DDR und wurde dort als Selbstbezeichnung der Blueserszene benutzt, einer Jugendbewegung die sich an der westlichen Hippieszene orientierte. Im Kapitalismus erfuhr der Begriff Kunde jedoch eine Bedeutungsverschiebung - Kunden wurden nur noch als (zahlungskräftige) KonsumentInnen wahrgenommen. Die einstigen KundInnen wurden zu Nicht-KundInnen und sind als solche massiven Ausgrenzungen ausgesetzt. Der Begriff „Kunde“ wird aber auch von der Arbeits- und Sozialverwaltung für ihre arbeitslosen „KundInnen“ verwendet, was mit dem Einzug von neuen bürokratischen Steuerungsmodellen und einer scheinbar Dienstleistungsorientierung zu tun hat – auch wenn der Kundenbegriff hier stark umstritten ist. Da sie keinen Umsatz versprechen, erhalten sie Aufenthalts- und Ladenverbote. Ein Nutzen in der Marktgesellschaft ergibt sich nur über die Verwertbarkeit im kapitalistischen Sinne. Passagen aus Fred Bertelsmanns (verklärendem) Loblied wie „Was ich erlebt hab, dass konnt nur ich erleben – meine Welt ist bunt“ erscheinen angesichts der Allgegenwärtigkeit von Internet und der Farbenfreudigkeit der tatsächlichen Omnipräsenz der Werbung antiquiert. Obdachlose haben nichts mehr zu sagen – ihre Welt erscheint grau, denn sie können nicht konsumieren. Dass diese Farbigkeit der Marktgesellschaft jedoch nicht befriedigen kann zeigt sich nicht zuletzt in den klassistischen Gewaltexzessen gegen Obdachlose.&lt;/p&gt;


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 <pubDate>Sat, 23 Jan 2010 17:35:50 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Andreas Kemper</dc:creator>
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