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 <title>arranca! - Lesbos</title>
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 <title>Transformers - Die Wiederkehr der Gefallenen</title>
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            &lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;
                    &lt;p&gt;Habt ihr geglaubt, ihr könnt uns ficken und es hat keinen Preis? Habt ihr geglaubt, dass das Recht der ersten Nacht und unser Leib euer eigen sind auf Dauer? Habt  ihr geglaubt, ihr könnt fressen, nehmt den Zehnten, den Fünften wie es  euch gefällt, und uns verbietet ihr das Wasser, den Wald, die Wiesen zu  nutzen? Habt ihr geglaubt, wir versorgen euch und ihr versperrt uns den Einlass in eure Städte? Habt  ihr tatsächlich geglaubt, wir ziehen ewig über die Wege von Dorf zu  Dorf, wir betteln euch und eure Karawanen an, wir bieten uns an und das  geht immer so weiter? Habt ihr ernsthaft geglaubt, wir nutzen unsere  Hände nicht zum Arbeiten, unseren Verstand nicht zum Denken, unsere  Menge nicht um uns zu versammeln, nur weil uns - den landlosen Söhnen  und Töchtern - eure Zünfte und Gilden das Produzieren und den Wettbewerb  verbieten?&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
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&lt;p&gt; Habt ihr geglaubt, ihr könnt uns ficken und es hat keinen Preis?&lt;br /&gt;Habt ihr geglaubt, dass das Recht der ersten Nacht und unser Leib euer eigen sind auf Dauer?&lt;br /&gt;Habt ihr geglaubt, ihr könnt fressen, nehmt den Zehnten, den Fünften wie es euch gefällt, und uns verbietet ihr das Wasser, den Wald, die Wiesen zu nutzen?&lt;br /&gt;Habt ihr geglaubt, wir versorgen euch und ihr versperrt uns den Einlass in eure Städte?&lt;br /&gt;Habt ihr tatsächlich geglaubt, wir ziehen ewig über die Wege von Dorf zu Dorf, wir betteln euch und eure Karawanen an, wir bieten uns an und das geht immer so weiter?&lt;br /&gt;Habt ihr ernsthaft geglaubt, wir nutzen unsere Hände nicht zum Arbeiten, unseren Verstand nicht zum Denken, unsere Menge nicht um uns zu versammeln, nur weil uns - den landlosen Söhnen und Töchtern - eure Zünfte und Gilden das Produzieren und den Wettbewerb verbieten?&lt;br /&gt;Ihr habt geglaubt, ihr schneidet uns die Ohren ab, hackt da mal die Hand weg und brandmarkt uns, und wir werden diese Zeichen nicht zu deuten und zu lesen wissen.&lt;br /&gt;Ihr habt geglaubt, wir beschweren uns, wir krümmen uns, wir jammern, wir klagen an, wir nehmen eure Willkür hin und wir harren ewig.&lt;br /&gt;Habt ihr das tatsächlich geglaubt? Unglaublich.&lt;br /&gt;Ihr habt euch geirrt.&lt;br /&gt;Im Angesicht Gottes sind wir alle gleich frei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mytilini auf Lesvos. Im Infozelt werden die Fragen der neu Ankommenden beantwortet. Tag für Tag kommen neue Bürgerinnen aus Somalia, Eritrea, Afghanistan an. Die schon ein paar Tage da sind, weisen die Neuen ein. Manche reisten durch die Kriegsgebiete im Sudan, einige mit Station in Dubai, um noch Geld für die weitere Reise zu verdienen. Anrufe aus Oslo im Infozelt: Ist meine Familie angekommen? Telefon: Endlich, die SMS aus Hamburg kam an. Sie waren gesprungen. Gängeviertel von 200 Leuten besetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Besetzung des Gängeviertels war gut und lange vorbereitet. Wie lief das in Amsterdam mit den kreativen Kraakern? Ein Haufen unschuldiger Fragen, wie und warum die Verteidigung in der St. Pauli-Hafenstraße so organisiert war. Würden sie das wieder so machen? Es würde anders aussehen heute. Konzentriert euch auf eure Stärken. Was sind Waffen, die euch helfen? Ihr arbeitet mit der Figur des Künstlers und wollt eine kunstvolle Besetzung machen. Sich verteidigen mit Bildern einer Ausstellung, die der städtischen Gesellschaft den Spiegel vorhält, das ist ein großartiger Angriff.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schwabinggrad Ballett proudly presents das dreckige dutzend. Sie hatten lange darüber gestritten, mit welcher Haltung sie an den Protesten gegen den G8 in Heiligendamm teilnehmen. Guerillaveteranen, verlumpt, marching band, trojanisches Pferd: Soundtrack zum fight. Bitterböse Blicke by blacbloc. Willkommen in der humorfreien Zone. Die Schlacht flutete um sie herum. Bullen und blacbloc aufeinander zu, die Formationen trennten sich und zogen an ihnen vorbei. Sie paradierten mit den großen Pauken das Schlachtfeld rauf und runter.&lt;br /&gt;Brüderchen kann es nicht lassen und fragt: Wer ist diese Frau? So sexy und cool mit Pauke und Kippe im Mundwinkel? Brüderchen, willst du dich wieder an der Glas-Wasser-Theorie von Alessandra Kollontai verschlucken? Heute ist Sex nicht mehr wie ein Glas Wasser trinken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er hatte seine Genossin selten so zornig gesehen. Auf Arabisch schimpfte sie rauf zu ihren Landsfrauen auf der abfahrbereiten Fähre in Mytilini. Am Gate war ein kleiner Tumult, weil eines der Kinder nicht auf die Fähre gelassen wurde, da es nicht eingetragen war in den Reisepapieren der Mutter. Eine der Mütter hatte mehr Geld verlangt, wenn sie ein weiteres Kind als ihres ausgeben sollte. Die Frauen verschwanden von der Reling und sprachen Klartext mit der Schutzmutter. Wenig später konnte das Kind die Fähre betreten. Am Hafen von Piräus warteten wie verabredet Gesandte des Patriarchen, um ihnen den Weg zu den für sie gemieteten Hotels zu zeigen. Der Patriarch wollte zu dem Zeitpunkt nicht, dass das bekannt wird, und auf einem Plenum wäre es nicht zu verhandeln gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stunk in der Bude. Sie waren eingeladen zum Bündnis. Die Proteste in Altona-Altstadt, wie in ganz Hamburg, hatten sich wie ein Lauffeuer verselbstständigt. Die organisierten Netzwerke und Bündnisse rotierten. Ständig neue Anfragen von Initiativen, die mitmachen wollten oder sich einfach assoziierten. Keiner stieg mehr durch. So wurden wir gefragt: Was ist euer Name? Wir haben keinen, wir treffen uns am Küchentisch. An dem essen, besprechen und organisieren wir, was zu tun ist. Wer seid ihr, einfach loszulegen, ohne das mit uns abzusprechen? Wir sind zum Beispiel Nachbarn, und wir mobilisieren unsere Freundeskreise. Aber so geht das nicht, ihr müsst das mit uns abstimmen und mit dem Kam­pagnenfahrplan. Nun, wir wollten einen Gang zulegen, das musste&lt;br /&gt;schnell gehen. Wir waren selbst überrascht und überwältigt von der Eigendynamik einer beschleunigenden Bewegung, die ihre Zeit und Konjunktur findet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;A Tale of Stories from the Tent: In the night when the city fell asleep there was the time for talks and explanations about what war looks like and what is hunger and how it feels living without any perspective but leaving to another place. They spoke about bodies in no man‘s land between Iran and Turkey. Young boys and girls carrying the responsibility for younger brothers and sisters and parents on their shoulders explained their sorrows about the ones they left behind. „Be careful“, they said when some of us started crying, „you are not used to war and a living like that, stop listening if you can‘t stand it anymore. Take care of yourself. We need people like you being our voices as long as we have to stay hidden.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist frech. Ja, aber realistisch. Sie spielen die Rassismuskarte. Wir haben oft darüber gesprochen, wie sie ankommen an ihren Zielorten. Gestritten, wie beschwerlich das ist und wie viele scheitern. Selbst­redend. Sie haben immer gesagt: Wir können uns selber helfen. Wir treffen Verabredungen. Jemand schickt Papiere von Leuten mit Status auf die Reise und andere Leute ohne Status nutzen sie. Weil das immer noch so ist: Für einen Weißen sind alle Schwarzen gleich. Deshalb fliegst du am besten. Das gilt nicht für alle. Nein. Kürzlich auf einem Video von Protesten im Jungle in Calais hat eine Freundin aus Athen einen der Jungs aus &lt;br /&gt;Mytilini wiedererkannt. Keine Ahnung, wie er das geschafft hat, er konnte als Afghane nicht die Rassismuskarte spielen. Aber irgendein Ticket &lt;br /&gt;hatte er.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;revolution non stop.&lt;br /&gt;Ein Spiel mit den Resten der Überproduktion in den zukünftigen Ruinen des Fordismus. Ein kleiner geiler Film von Christoph Schäfer über das Hegemonie_werden des kognitiven Kapitalismus und das Agieren&lt;br /&gt;der Produzentinnen. Acht Jahre später war ein wunderbarer Drehort zum Gegenstand einer weiteren Besetzung geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;DAS KOMMENDE ERWACHEN&lt;br /&gt;STEHT WIE DAS HOLZPFERD&lt;br /&gt;DER GRIECHEN IM&lt;br /&gt;TROJA DES TRAUMS&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rausgehender elender Student. Hast Du das verstanden? &lt;br /&gt;Rausgehende elende Studentin: Ich glaube nicht, dass der das wirklich meint – das kann doch nur eine Parodie auf Agitprop sein.&lt;br /&gt;Rausgehender elender Student: ... vor allem kann man doch in einer spektakulären Gesellschaft, in der sich alles in Bilder verwandelt hat, mit einem Film nicht durchkommen ... &lt;br /&gt;Rausgehende elende Studentin: ... zumal mit einem, den sich sowieso niemand anschaut... &lt;br /&gt;Könnt Ihr mal die Klappe halten?!&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
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&lt;p&gt; Sie saßen am Brunnen der Worte. Ausgespuckt, angespült vom Mahlstrom der Zeit. Leben im Paralleluniversum. Revoluzzer ihrer Welten, Menschen ihrer Zeit. Versammelt. Wenn sie wollen. Alte Feinde, Seit an Seit, prüfen, ob die Zeit die Wunden heilt. Untersuchen, wer Recht behalten oder wer Recht bekommen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Geschichten suchen, was sie verloren hatten. Manche krampfhaft, andere lustvoll. Erinnern und Vergessen am Brunnen der Worte. Aus dem sich alle jederzeit bedienten und bedienen. Was du willst, welches Wort du nutzt, welchen Begriff du kreierst, hier sind sie entsprungen und geschöpft worden, eingespeist in den Mahlstrom der Zeit. Heute wird&#039;s lustig. Ein Freund suchte Rat für einen Artikel. Kleine Randgruppen, die nicht so recht wussten wohin mit sich, wollten Transformationsstrategien in ihrem Magazin debattieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Transformationsstrategien. Der Begriff plumpste in den Brunnen. Margarete horchte auf: Latein? Ich dachte, das ist tot. Dafür hat Luther doch die Bibel ins Deutsche übersetzt und Müntzer fing an auf Deutsch zu predigen, damit die Menge ihn verstand und sie das Wort Gottes zu ihrem Schwert machen konnte. Eine riesige Alphabetisierung und der Anfang vom Ende der Vorherrschaft des Klerus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Hallo Margarete. Ein Glückwunsch aus der Zukunft.&lt;br /&gt;Dir ist als schwarze Hofmännin eine Skulptur gewidmet worden in Heilbronn. Ein Tryptichon von Ketten der Unterdrückung, Thron der Macht und dir. Sie tun sich bis heute schwer mit dir. Deine Rolle in den Bauernkriegen ist immer noch unverdaut. Dass du die Bauern aufgefordert haben sollst, ihre Spieße und Gabeln am Bauchfett des Grafen von Helfenstein gegen Rost zu fetten und die Schuhe damit einzuschmieren, stößt Ihnen noch heute auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Hi folks, wollt ihr am Brunnen rasten? Wer seid ihr? Frisch schaut ihr nicht aus. &lt;br /&gt;Wir sind eine kämpfende Einheit auf dem Heimweg. Der letzte Sprengstoff ist verbraucht, die Knarren vergraben und wir brauchen wieder gesellschaftliche Orientierung. Wir haben uns verlaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;So dürft ihr nicht reden. Ich spreche für die radikale Linke, und wenn welche von uns aufgeben, ist das kein öffentlicher Talk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Hola, euch kenne ich. Wir haben nicht aufgegeben. Wir sind in den lacandonischen Urwald gegangen, um wieder Freunde, Erkenntnis und Besinnung zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ja. Manchmal sind Brüche notwendig, um wieder Freundeskreise zu finden und eine Ahnung zu bekommen, wer wir sind und ob wir das sein wollen. So ist Euromayday interessant geworden, um einen uns unbekannten gesellschaftlichen Raum aufzuschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Radikale Linke stellen eure Diskurse, Erfolge und Geschichten in Frage. Ihr verratet die historischen Kontinuitäten, entwaffnet die Kritik und betreibt Medialisierung statt Politisierung und Organisierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ihr versteht uns nicht. Wir sind nicht die neuen Präsidenten von Mexico City. Evo Morales hat es in Bolivien geschafft! Die First Nations, die Indígenas, die Bauern sind heute auf den globalen Tagesordnungen präsent. Oft nur Schmuck, aber wenn es um andere Politiken und Praxen geht, sind wir dabei. Was der Friedensnobelpreis von Rigoberta Menchú Tum für uns 1992 nach 500 Jahren Conquista bedeutet hat, könnt ihr nicht ermessen.&lt;br /&gt;Ein Wort noch zu euren Symbolpolitiken. Ich habe die Bilder aus Heiligendamm 2007 gesehen. Ich verstehe den Bruch, den ihr verkörpern wollt, doch das seid ihr nicht. Zum Glück und zu Recht: Wir versuchen dem Krieg zu entkommen und ihr spielt ihn in euren Städten als Farce nach. Wenn euch was fehlt, ihr könnt gern mit uns tauschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Vor acht Jahren waren wir als jeder mensch ist ein experte zu einer Diskussion mit John Holloway eingeladen. Wir haben uns seine Thesen durchge­lesen. Wir erinnerten uns. Vor allem an die Anti-Psychiatrie- und Frauenbewegung der frühen 1970er.&lt;br /&gt;Dummerweise sind diese Ideen minoritär geblieben.&lt;br /&gt;Wie ihr diese minoritären Stränge im lacandonischen Urwald zu einer aufständischen Erzählung verwoben habt, die dann 20 Jahre später frisch in der Postmoderne zum Startschuss von NAFTA eine uralte Geschichte neu auftischen und den Auftakt einer neuer Rebellion verkörpern: die ewigen Ver­liererInnen wollen zu ihrem Recht kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das hat mir auch gefallen. Endlich mal ein Aufstand, bei dem ich mir vorstellen konnte zu tanzen. Eine Revolution, die Reformen möglich macht. Eine Organisation von Haufen, in denen Menschen ihre Gewohnheiten ändern können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Diese digitalen Technologien, diese Netzwerktechniken, diese ganzen virtuellen Welten und veränderte Gesellschaftlichkeit untersuchen viele von uns am Brunnen mit Feuereifer. Sie schätzen diese Potenziale und fürchten ihre Unwägbarkeiten.&lt;br /&gt;Es gibt unsere alte Erzählung: die Revolution ist der Moment, in dem die Uhren still stehen. Die neue Zeitrechnung. Ein neuer Zug mit einer neuen Geschichte wird auf das Gleis gesetzt und im besten Fall werden die Gleise neu gebaut und die Weichen neu gestellt und ... (aus dem Brunnen tönt es: „Soviel Neues hält doch kein Mensch aus.“)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Schon gut. Erlaubt mir ein paar Fragen, weil ein Moment, in dem die Uhren still stehen, durchaus länger dauern kann: Bei diesen Spielen und Quiz&#039; auf facebook gefällt mir am besten „Are you really the person you think you are“? Viele von euch Linken fragen sich, „Was für ein Kommunist bist du?“, aber viel spannender ist mir doch die Frage:&lt;br /&gt;Warum spielen so viele Farmville und fangen jetzt social city an? Wollen sie alle ihre eigene Welt entfalten und gestalten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Mon, 05 Jul 2010 09:21:24 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
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 <title>Zwei Blicke auf Lesbos: das Grenzcamp 2009</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/41/zwei-blicke-auf-lesbos-das-grenzcamp-2009</link>
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                    &lt;p&gt;Im August 2009 fand das Grenzcamp in unmittelbarer Nähe des Lagers Paganí unter&lt;br /&gt;
reger Beteiligung von Aktivist_innen aus dem deutschsprachigen Raum statt. Zwei&lt;br /&gt;
von ihnen schildern ihre Erfahrungen und wagen eine Bewertung der Ereignisse.&lt;/p&gt;
        &lt;/div&gt;
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&lt;p&gt;Im August 2009 fand das Grenzcamp in unmittelbarer Nähe des Lagers Paganí unter reger Beteiligung von Aktivist_innen aus dem deutschsprachigen Raum statt. Zwei von ihnen schildern ihre Erfahrungen und wagen eine Bewertung der Ereignisse.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Shut down Paganí – Ein Erfolg der Flüchtlinge&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Das Grenzcamp 2009 war ein Erfolg, so lautet der Grundtenor vieler deutscher Antira-Gruppen im Rückblick. Gefeiert wurde, dass die katastrophalen humanitären Zustände im Internierungslager Paganí auf der griechischen Insel Lesbos an die Öffentlichkeit gebracht wurden. Dass schon während des Camps zahlreiche Insassen ihre Entlassung erreicht hatten und nicht zuletzt, dass das Lager mittlerweile zumindest vorübergehend geschlossen wurde. Dieser Erfolg basiert allerdings wesentlich auf Flüchtlingsprotesten – von Hungerstreiks bis brennenden Zellen –, die schon vor dem Grenzcamp begonnen hatten und auch danach fortgesetzt wurden. Das Camp selbst litt dagegen an internen Differenzen, undurchsichtiger Kommunikation und offenbarte teilweise eine paternalistische Sichtweise auf die Flüchtlinge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offiziell sollte das Grenzcamp am 25. August starten, doch schon eine Woche vorher überschlugen sich die Ereignisse in Mytilini. Am 18. August traten 150 jugendliche Insassen von Paganí in Hungerstreik, vierzig von ihnen erreichten einige Tage später ihre Freilassung. Auf diese Ausgangslage reagierten Aktivist_innen, die zum Aufbau des Camps früher angereist waren und unterstützten die Proteste. Auf Initiative der Flüchtlinge gelang es ihnen, eine Kamera in das Lager zu schmuggeln. Das Filmmaterial, in dem die Insassen ihre Lebensbedingungen in Paganí dokumentieren und politische Forderungen stellen, sollte später ein entscheidendes Druckmittel werden und wurde bei zahlreichen Fernsehsendern ausgestrahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein furioser Start – schon vor dem Camp waren die wesentlichen Schritte getan, um das Lager Paganí zu schließen. Doch nicht alle Teilnehmer_innen schienen mit der Richtung, die das Camp nahm, einverstanden zu sein. Im Plenum wurde darüber debattiert, ob das Camp die 40 aus Paganí entlassenen Jugendlichen ohne Schlafplatz aufnehmen wolle. Die Gegner_innen führten an, dass sich durch die Anwesenheit von Flüchtlingen Sozialarbeit anstatt sozialer Proteste entwickeln könnte. Schon in diesem frühen Stadium des Camps zeigte sich eine grundlegende Uneinigkeit der verschiedenen Gruppierungen über die angestrebten Aktionsformen. Die Debatte offenbarte einiges über den selbst zugeschriebenen, erhöhten Status der Teilnehmer_innen mit Papieren: Die Flüchtlinge wurden als hilfsbedürftige Opfer wahrgenommen und nicht als politische Akteur_innen. Als Kompromiss aus dieser Debatte wurde ein zweiter Standort des Camps beschlossen, der Infopunkt in Mytilini.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses &lt;em&gt;Welcome Center&lt;/em&gt;, zentral an der Hafenpromenade von Mytilini gelegen, wurde im Nachhinein vielfach gelobt. Tatsächlich war es die Visitenkarte des Camps: Das große Zirkuszelt war für die lokale Bevölkerung, Touristen und die Presse nicht zu übersehen. Der Infopunkt diente als Anlaufstelle sowohl für frisch angekommene Flüchtlinge als auch für Aktivist_innen. An diesem Ort kamen sie in Verbindung, die Kategorien vermischten sich. Übersetzer_innen, die selbst papierlos waren, unterstützten den Infopunkt während der gesamten Zeit und stellten damit eine Kontinuität innerhalb der wechselnden Schichten dar. Auf dem abgelegenen Campingplatz in Karamidos, zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt, wo das eigentliche Camp stattfand, erhielt sich dagegen lange Zeit eine Trennung zwischen den ‹politischen› Aktivist_innen und den ‹hilfsbedürftigen› Flüchtlingen, die nicht in die Plena einbezogen wurden.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Kommunikation und Differenzen&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zerstrittenheit dominierte im Inneren. Griechische Anarchist_ innen boykottierten das Camp, das von einer eher gemäßigten Fraktion, dem &lt;em&gt;Netzwerk für politische und soziale Rechte (Diktio)&lt;/em&gt;, organisiert wurde. Dadurch gab es wenig Unterstützung von griechischer Seite, mehrheitlich waren die Teilnehmer_innen deutsch oder österreichisch. Die Camp-Plena waren geprägt von Diskussionen um die Frage der Aktionsformen. Autonome Gruppen warfen den Organisator_ innen vor, dass ihr Schwerpunkt auf Verhandlungen lag, während direkte Aktionen ausgebremst wurden, weil sie den Flüchtlingen schaden würden und der lokalen Bevölkerung nicht vermittelbar seien. Unzufriedenheit entstand bei vielen Teilnehmer_innen durch die Wissenshierarchien auf dem Camp. Wichtige Informationen wurden oft nur informell weitergegeben. Wer gerade welche Verhandlungen führte, war nicht transparent, da es keine Rücksprachen auf dem Plenum gab. Empörung löste das Verhandlungsteam aus, als herauskam, dass es die Flüchtlinge in Paganí aufgefordert hatte, ihre Revolten einzustellen, da dies strategisch kontraproduktiv für seine Verhandlungen sei. Der Kritik stellten sich die Betreffenden nicht. Wie viele direkte Aktionen überhaupt möglich gewesen wären, angesichts der massiven Repressionen durch Athener ‹Riot Cops›, bleibt offen. Heikel ist aber, dass diese Debatten auf paternalistische Weise über die Köpfe der Flüchtlinge hinweg geführt wurden, während sie selbst nicht nach ihren politischen Forderungen gefragt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach und nach zogen sich mehrere Gruppen aus dem Plenum zurück, nicht einmal ein gemeinsames Abschlussplenum kam zustande. Erst nach dem offiziellen Ende des Camps verbesserte sich die Stimmung. Die Trennung zwischen Aktivist_innen und Flüchtlingen löste sich auf, als im kleineren Kreis die politische Arbeit noch einige Tage an den Bedürfnissen der Flüchtlinge orientiert fortgesetzt wurde. Dies war nötig geworden, weil die Aktivist_innen es versäumt hatten, den Flüchtlingen, die eingeladen wurden, das Ende des Camps am 31. August ausreichend deutlich zu kommunizieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz der inneren Differenzen, Widersprüche und Problematiken des Camps gelang es, internationale Aufmerksamkeit auf die Flüchtlingsproteste auf Lesbos zu lenken und dadurch Repressionen oder ein einfaches Totschweigen zu verhindern. Ein Teil der Flüchtlinge, die sich zur Zeit des Grenzcamps auf den Weg machten, sind mittlerweile in Deutschland angekommen und erhalten dort Unterstützung von Antira-Gruppen. In diesem Sinn war das Camp ein Erfolg, auch wenn ein kritischer Beigeschmack bleibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Emina Kirsch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Mikro-Transformationen mit Resonanz&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Griechenland gilt im konservativen Sicherheitsdiskurs als extrem poröse Außengrenze. Jährlich versuchen bis zu 100000 Migrant_innen und Flüchtlinge vorwiegend aus Pakistan, Afghanistan, Irak und Iran, die EU über Griechenland zu erreichen und viele landen auf den Inseln nahe der türkischen Küste – darunter Lesbos. Die Türkei hat bislang bilaterale Rücknahmeabkommen von Flüchtlingen nicht unterzeichnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das No-Border-Camp 2009 hatte deshalb diesen Ort ausgesucht und sich vorgenommen, das Internierungslager Paganí sowie die für Flüchtlinge lebensgefährlichen Aktivitäten der Grenzsicherungsagentur &lt;em&gt;Frontex&lt;/em&gt; zu thematisieren und anzugreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Internierungslager, dessen menschenunwürdige Bedingungen traurige Berühmtheit erlangten, ist nun geschlossen. Dort wurden, wie es gängige Praxis in vielen europäischen Ländern ist, Migrant_innen registriert und oft monatelang festgehalten – ohne Registrierungspapiere können sie die Insel nur mit großen Schwierigkeiten Richtung Zentraleuropa verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Folge stetiger Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit dem Camp, immer wieder aufflammender Revolten und der mitunter auch starken Kritik der eigenen Bevölkerung, sahen sich die örtlichen Autoritäten auf Lesbos zur Schließung gezwungen. Aktivist_ innen des No-Border-Camps können sich dies als Teilerfolg gutschreiben, der nicht zuletzt auf einer funktionierenden Kommunikation zwischen ihnen und Migrant_innen beruht.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Politbörse Infopunkt&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Der von der Camp-Community betreute Infopunkt in der Inselhauptstadt Mytilini bildete neben dem Camp selbst den politisch aussagekräftigsten Teil der No-Border-Aktivitäten. Hier fand der Kontakt zur lokalen Bevölkerung und zu Flüchtlingen statt, hier entwickelten sich Gespräche und Diskussionen mit Anwohner_innen und Migrant_innen. Der Ort war perfekt – am Hafen und gleichzeitig im Stadtzentrum direkt neben der Präfektur gelegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die mitunter unübersichtliche Gemengelage stellte sich als sehr fruchtbar heraus, und der Infopunkt wurde Ausgangsort konkreter politischer Aktivitäten. So wurden von dort aus beispielsweise Reisepapiere für eine Gruppe von 20 Personen erstritten, die so die Internierung in Paganí umgehen konnten. Auch vereinfachte die Nähe zur zentralen Fähranlegestelle die Unterstützung der An- und Abreise von Migrant_innen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Camp selbst war gekennzeichnet durch eine perfekte Lage, eine wirklich gut kochende und organisierte Vokü, eine funktionierende Infrastruktur – und lange Diskussionen im Plenum, die zunächst keine greifbaren Ergebnisse brachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kommunikation unter den Camp-Community-Gruppen, insbesondere der in starker Zahl vertretenen deutschen (circa 60 Prozent der Teilnehmenden), ließ zu wünschen übrig. Es gab zu wenig etablierte und kontinuierlich funktionierende Treffen. Auch das gemeinsame Plenum erfüllte diese Funktion nur unzureichend, obwohl es rein sprachlich mit Englisch recht glatt ging. In gewisser Hinsicht handelt es sich bei den Kommunikationsproblemen der Camp-Community natürlich um übliche Schwierigkeiten eines Organisierungsprozesses innerhalb einer sehr heterogenen Masse. Das ist nicht unbedingt effektiv, gehört aber zum eigenen Selbstverständnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei den Ereignissen rund um das Internierungslager spielte die Camp-Community eine wichtige Rolle, denn die andauernde Anwesenheit erhöhte den Druck auf die lokalen Behörden so weit, dass das Lager noch während des Camps teilweise geöffnet wurde. Es war zudem ein wichtiger politischer Erfolg, dass es einer vom Camp initiierten Demo gelang, mit einer Abordnung direkt zu den Leuten in Paganí durchgelassen zu werden. Auch das erhöhte den Druck auf die Autoritäten. Weniger glücklich verliefen die Versuche, inhaltlich in Form von Workshops weiterzukommen. Und auch das erklärte Ziel, die EU-Grenzschutztruppe Frontex zu attackieren, gelang sowohl auf theoretischer als auch auf aktionistischer Ebene nur bedingt.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Die Militanzdebatte&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle die Debatte um militante Aktionen und deren Sinn. Außerplanmäßige Aktionen kamen kaum zu Stande, wohl aus Vorsicht, da man nicht genau wusste, was die anderen Genoss_innen wollten. Unter aktionistisch Orientierten sorgte dies für Unmut. Für sie blieb als Trostpflaster nur die Besetzung des Dachs des Internierungslagers, die allerdings nach dem ‹offiziellen› Camp-Ende stattfand. Andere militante Aktionen, wie die versuchte Besetzung der Präfektur, scheiterten an mangelnder Entschlossenheit. Dass in der Folge und im Rückzug vor den stürmenden Bullen auch das vorrangig von Flüchtlingen benutzte Infozelt als Deckung benutzt wurde, offenbarte mangelnde Übersicht und eine fehlende Sensibilität gegenüber den Vorsichtsmaßnahmen, die eine Zusammenarbeit mit Migrant_innen erforderlich macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weniger Probleme mit der Militanzfrage hatten die aus Athen entsandten ‹Riot-Cops›. Ihre Taktik bestand darin, durch Fascho- Parolen, obszöne Gesten und Brutalität Eindruck zu schinden. Vielleicht hätte ihnen Prügel gut getan.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Frischer Wind in der Migrationspolitik&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Dem Zusammenwirken von Camp-Community und Migrant_innen gelang also nicht alles, aber einiges. Das ist auch an den lebendigen Folgeaktivitäten zu sehen, die sich vielfach auf die Situation in Griechenland beziehen: Es wurden Revolten in Paganí unterstützt – Flüchtlinge traten in Hungerstreiks und legten Feuer in Zellen. Diese Aktionen und häufige Ausbruchversuche konnten auch mit Repression nicht eingedämmt werden, die entsprechende Berichterstattung war von der griechischen Regierung nicht mehr zu ignorieren und trug ein Übriges zur Schließung von Paganí bei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht zuletzt seit Lesbos 2009 ist die EU-Verordnung Dublin II, die vorschreibt, dass Flüchtlinge in dem EU-Land Asyl beantragen müssen, das sie als erstes betreten, und dass sie von anderen EU-Staaten in dieses ‹Ersteintrittsland› zurückgeschickt werden können, verstärkt zum Ziel migrationspolitischer Kampagnen geworden, die in Nürnberg, Berlin und zuletzt im Dezember zur Innenministerkonferenz in Bremen gegen diese Rückschiebungen Aktionen machten. Das Camp auf Lesbos 2009 hat auch dafür den nötigen Rückenwind erzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Winnie Medina&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;


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 <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 16:11:40 +0000</pubDate>
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