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 <title>arranca! - Sommer und Herbst der Migration</title>
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 <title>Quo vadis, Blockupy?</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/49/quo-vadis-blockupy</link>
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                    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blockupy ist ein für die Linke bedeutsamer Prozess.  Nachfolgend werden der Wert von Blockupy skizziert, ein umstrittener  Aktionsvorschlag vorgestellt und weitere konkrete Perspektiven  aufgezeigt. Mit dem Text wird versucht, einen Diskussionsraum – auch  innerhalb der Interventionistischen Linken – wieder zu öffnen.  Entstanden ist der Text im Januar 2016 vor dem Blockupy-Ratschlag und  nach verschiedenen Gesprächen einiger Genoss*innen der Berliner  IL-Krisen AG.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blockupy ist ein für die Linke bedeutsamer Prozess. Nachfolgend werden der Wert von Blockupy skizziert, ein umstrittener Aktionsvorschlag vorgestellt und weitere konkrete Perspektiven aufgezeigt. Mit dem Text wird versucht, einen Diskussionsraum – auch innerhalb der Interventionistischen Linken – wieder zu öffnen. Entstanden ist der Text im Januar 2016 vor dem Blockupy-Ratschlag und nach verschiedenen Gesprächen einiger Genoss*innen der Berliner IL-Krisen AG.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Die Aktionsgruppe Georg Büchner ruft im August 2010 in Frankfurt am Main dazu auf, an einem Werktag im Oktober die Krisenprofiteure zu blockieren, sagt aber vor dem anvisierten Termin die Bankenblockade ab, weil die Mobilisierung hinter den Erwartungen zurückbleibt. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Occupy Wall Street besetzt Mitte September 2011 den New Yorker Zuccotti Park in der Nähe der Wall Street. Am 15. Oktober 2011 protestiert die Occupy-Bewegung auch in deutschen Städten mit insgesamt 40 000 Menschen. In Frankfurt am Main errichtet sie vor der Europäischen Zentralbank ein Protestcamp. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Für die Tage vom 16. bis 19. Mai 2012 kündigt das politisch breit gefächerte Blockupy-Bündnis europäische Aktionstage in Frankfurt an. Die Stadt reagiert mit einem Totalverbot und die Polizei legt die gesamte Innenstadt lahm. Tausende gehen trotzdem bzw. deswegen auf die Straße. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Während der Aktionstage ab Ende Mai 2013 gibt es ein mehrtägiges Camp, Blockaden rund um die Europäische Zentralbank, Aktionen gegen Textilkonzerne, Care-Mob auf der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil und vieles mehr. Lokale Blockupy-Bündnisse aus über 24 Städten und Regionen sowie Gruppen aus europäischen Ländern haben dafür mobilisiert. Die Demonstration mit 10 000 Teilnehmer*innen am 1. Juni wird von der Polizei gestoppt und über 900 Personen stundenlang gekesselt. Dagegen demonstrieren am darauffolgenden Wochen-ende 10 000 Frankfurter*innen. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Im März 2014 beginnen die monatlichen Zaunspaziergänge am EZB-Neubau in Frankfurt. Im Mai 2014 finden europaweit dezentrale Aktionen und Demonstrationen statt. Während des Blockupy-Festivals vom 20. bis 23. November 2014 in Frankfurt am Main zieht eine Demonstration zur EZB-Baustelle, Aktivist*innen klettern auf das Gelände und bewerfen den Neubau mit Farbbeuteln. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;… Am 18. März 2015, dem Tag der EZB-Eröffnung, bewegen sich bereits am Morgen mehrere Tausend Aktivist*innen rund um den martialisch gesicherten EZB-Neubau. Etwa 1000 von ihnen waren mit einem Blockupy-Sonderzug angereist. Brennende Polizeifahrzeuge sorgen für dunkle Rauchsäulen über der Stadt. Am Abend demonstrieren 20 000 Menschen durch die Innenstadt. Am 3. Juli 2015, zwei Tage vor dem griechischen Referendum, spricht Blockupy auf der Oxi-Kundgebung auf dem überfüllten Syntagma-Platz in Athen. …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blockupy ist zu einem wichtigen und handlungsfähigen europäischen Akteur geworden, der aus den Bewegungen kommt und die richtigen Fragen stellt: zu Austerität und Krise, zu Flucht und Migration, zu Macht und Herrschaft in Europa. Damit ist Blockupy mehr als ein jahrelanger Prozess, mehr als die über 20 lokalen Blockupy-Gruppen, mehr als ein transnationales Bündnis, mehr als eine äußerst kreative europäische Kampagne, die gesellschaftliche Konflikte aufgreift, und auch viel mehr als eine Veranstaltung, an der Yanis Varoufakis teilnimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blockupy ist eine Idee, die alle anspricht, aber auch immer wieder aktiviert und gefüllt werden muss. Zuletzt hatte Blockupy anlässlich der Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 18. März 2015 über 20 000 Menschen an einem Werktag auf die Straße gebracht, darunter ein breites gesellschaftliches Spektrum, das von der radikalen Linken bis zu Streikenden von Amazon reichte. Sowohl rote Gewerkschaftskäppis als auch schwarze Kapuzenpullis waren auf dieser Demo sichtbar. Es ist eine Herausforderung, diese Spannung aufrecht zu erhalten. Blockupy wird inzwischen von Menschen adressiert und angefragt, die keine Hoffnung mehr in die etablierte Politik setzen, aber Blockupy beispielsweise zutrauten, während des Sommers der Migration auf europäischer Ebene für und mit Flüchtlingen handlungsfähig zu sein. Das zeigt: Blockupy ist anschlussfähig und hat eine Dimension erreicht, die keine der Blockupy-Bündnisgruppen allein jemals erreicht hatte. Ein vergleichbares Projekt ist derzeit an unserem politischen Horizont nicht sichtbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blockupy ist deshalb eine Errungenschaft und ein Gewinn für die Linke – und nicht zuletzt auch für die beteiligten Gruppen im Bündnis und ihren politischen Organisierungsprozess. Um daran anzuknüpfen und Blockupy weiter voranzubringen, braucht es – wie wir aus den vergangenen Blockupy-Jahren wissen – sowohl eine theoretische und praktische Kontinuität als auch neue Inspirationen. Beides hat den besonderen Wert von Blockupy ausgemacht. Blockupy war nie Wiederholung, sondern immer auch ein offener (Selbst-)Transformationsprozess. Jedes Mal war für alle die Möglichkeit greifbar, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen und darüber hinaus einen Möglichkeitshorizont für die Linke öffnen. Dieses Anziehende, Mobilisierende, Prickelnde braucht es auch in Zukunft, wenn wir uns beispielsweise auf Berlins Straßen wieder treffen wollen. Wir stehen also vor der Aufgabe, Blockupy als breites gesellschaftliches, europäisches Projekt weiterzuentwickeln – im bewährten Blockupy-Dreiklang: inhaltliche Diskussionen, Demonstrationen und ungehorsame Aktionen. Kurz: #talk, #dance, #act.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine zündende und erloschene Idee&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab bislang eine Idee für Aktionstage in Berlin, die Anziehungskraft hatte, aber nicht umgesetzt wurde. Wir, die an ihrer Ausarbeitung beteiligt waren, möchten sie in Erinnerung rufen, weil der Blockupy-Prozess wieder an Fahrt aufnimmt und tendenziell alle, die in der IL intensiv an den Diskussionen und der Vorbereitung der Blockupy-Aktivitäten beteiligt waren, sie eine gute Idee fanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Blockupy nach Berlin kommen wird, bietet sich terminlich, so lautete der Vorschlag, das letzte April-Wochenende des Jahres 2016 an. Ein halbes Jahr Mobilisierung zum Wochenende 29./30. April/1. Mai 2016 sei ein guter Anfang für Blockupy in Berlin. Ohnehin seien zu diesem Termin viele Menschen in Berlin. Und der das Wochenende abschließende Tag, der internationale Tag der Arbeiter*innen, sei der richtige Termin für unseren Protest und zugleich ein Gegenentwurf&amp;nbsp; zu der auch in verschiedenen anderen europäischen Städten bemerkbaren Entpolitisierung und Kommerzialisierung&amp;nbsp; dieses Tages.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Wochenende, so der Gedanke, würde Blockupy eigene wichtige Akzente setzen und die Welle des 1. Mai mitnehmen können, statt ganz bei null anzufangen. Der Termin hätte zudem – wie der Tag der EZB-Eröffnung in Frankfurt/Main – einen emotionalen Moment, der Zugkraft hat. Der erste Auftritt von Blockupy in Berlin hätte wie nachfolgend skizziert von uns gestaltet werden können. Beginn am Freitag, dem 29. April, beispielsweise mit morgendlichen ungehorsamen Aktionen im Regierungsviertel und im Anschluss am Nachmittag Blockaden (Care-Mob, social strike) an verschiedenen Stellen des kapitalistischen Normalbetriebs. Am Samstag, dem 30. April, eine Konferenz oder ein Kulturfest und, wie es in einer schriftlichen Fassung des Vorschlags hieß, »thematische Versammlungen, bei denen Aktivist*innen aus verschiedenen Ländern zu Themen wie Recht auf Stadt, Antifaschismus, Feminismus oder Streiks ins Gespräch kommen «. Wir hatten den vermutlich illusorischen Anspruch, damit alle mitzunehmen, auch diejenigen, die Blockupy schon immer kritisch gegenüberstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Frage: Die Idee hatte was. Alle haben darüber gesprochen und hatten gleich sehr viele, auch kontroverse Gedanken dazu. Die Internationals fühlten sich angesprochen und auch lokale Blockupy-Bündnisse hatten sich den Termin schon in ihre Kalender geschrieben. Aber aufgrund der Nähe zum 1. Mai gaben einzelne beispielsweise zu bedenken, dass weniger (internationale) Gewerkschafter*innen kommen würden, andere – vor allem Genoss*innen aus der Berliner IL – befürchteten eine Fokussierung auf Szenepolitik und Krawall, die alles andere überlagert. Unsere Einschätzungen hierzu gingen stark auseinander. Anhänger*innen und Kritiker*innen der Idee konnten sich gegenseitig nicht überzeugen: Viele, die am Blockupy-Prozess beteiligt waren, finden die Idee nach wie vor gut und mit unseren vorhandenen Kapazitäten umsetzbar, die Bedenken der anderen sind allerdings auch nach wie vor vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere Idee mit vergleichbarer Ausstrahlung gab es leider nicht. Dass es bislang keinen zweiten Vorschlag gab, sagt letztlich aber auch etwas über die Stärke der Idee aus. Dabei wäre ein Alternativvorschlag so hilfreich. Er würde die Diskussion befördern und die nächsten Schritte für die kommenden ein, zwei Jahre gangbar machen, anstatt – wie geschehen – die Dynamik völlig rauszunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die kommenden Interventionen und die Suche nach Tag X&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Machtverhältnisse im Europa der Austerität haben sich in den vergangenen Monaten nicht zum besseren geändert. Griechenland und die Syriza-Regierung werden von Deutscheuropa an der kurzen Leine gehalten. Alle erfahren und wissen das, sowohl in Griechenland, Portugal, Spanien als auch hierzulande. Das ruft die Demokratiefrage in Europa auf. Unser Protest und Widerstand ist am Sitz der dafür hauptverantwortlichen Regierung – in Berlin – richtig, nachvollziehbar und verständlich, gegen Merkel, Schäuble und das deutsche Vormachtstreben in Europa. Der Protest wäre damit ein Ausdruck der Solidarität mit den Kämpfen, die zum Beispiel in Griechenland wieder beginnen und auch in anderen Ländern Südeuropas immer wieder aufflammen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blockupy will die Verhältnisse in Deutschland in Bewegung bringen. In Berlin verdichten sich viele Widersprüche des aktuellen Europas, und neben dem Sitz der Bundesregierung bietet die Stadt tausende Institutionen, die für das stehen, was Blockupy kritisiert und zu den Teilen von Berlin gehören, die es verdienten, durch einen Besuch von Blockupy lahmgelegt zu werden. Denn Blockupy bedeutet die Verdichtung von lokaler Arbeit und Kämpfen vor Ort, die beispielsweise den Zusammenhang von Troika und Hartz IV als Austeritätsprogramme aufzeigen, aber seit Sommer 2015 auch vielfältige praktische Solidarität mit Geflüchteten. Auch wegen dieser im Wortsinn sozialen Bewegungen in Europa, die teilweise noch keine politische Artikulation gefunden haben, braucht es Blockupy.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Europa ist in Bewegung und wir mittendrin. Aktivist*innen von Blockupy sind beteiligt an den Solidaritätsstrukturen für Flüchtende, helfen ihnen beim Überwinden von Grenzen und versorgen sie mit dem Nötigsten. In Deutschland entstehen Solidaritätszentren für Geflüchtete wie in Lübeck, »Für Alle« -Bündnisse wie in Frankfurt am Main, Initiativen für ein Social Center wie in Leipzig. Die soziale Frage, die aktuell aus der Willkommensbewegung aufgeworfen wird, die damit verknüpften Aktionen gegen Abschiebungen und die Festung Europa und schließlich die Kämpfe gegen die deutsch-europäische Austeritäts- und Migrationspolitik können und sollten vom Blockupy-Prozess artikuliert und verdichtet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir die zwischenzeitlich reale Option, Blockupy zu beenden, nicht wollen, sind wir als Linke gefordert. Bis zu dem noch unbestimmten Tag X, spätestens im Jahr 2017, dem 100. Jahr der Oktoberrevolution und dem Jahr der Bundestagswahl, ist noch allerhand zu tun. Vielleicht ergibt sich in den kommenden Monaten ein passender Termin, um auf europäischer Ebene wieder sichtbar zu werden. Vielleicht bietet sich dafür der G20-Gipfel 2017 in Hamburg an, vielleicht auch der Blockupy-Jahrestag am Samstag, dem 18. März 2017 in Berlin. So oder so: Die Diskussion wird konkret und drängt auf die Tagesordnung. Hierzu müssen wir uns alle langsam Gedanken machen und verschiedene Vorschläge für unsere Gesamtchoreografie der nächsten ein bis zwei Jahre ins Gespräch bringen. Dann kann Blockupy wieder zu einem dynamischen Prozess werden, der neben inhaltlichen Diskussionen auch eine kontinuierliche politische Praxis auf der Straße entwickelt – nicht weniger radikal als die Wirklichkeit und die herrschenden Verhältnisse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zum weiterlesen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interventionistische Linke: Die soziale Frage ist offen. Lassen wir sie nicht rechts liegen!, 2016&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;interventionistische-linke.org/beitrag/die-soziale-frage-ist-offen-lassen-wir-sie-nicht-rechts-liegen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


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 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/schwerpunkt">Schwerpunkt</category>
 <pubDate>Sun, 08 May 2016 06:53:50 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
 <guid isPermaLink="false">758 at https://arranca.org</guid>
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 <title>Crew Love Is True Love</title>
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                    &lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein Erfahrungsbericht über die Grenzerfahrung innerhalb des eigenen Organisationshorizonts oder aber die Begründung, warum mensch plötzlich alles stehen und liegen lassen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Was das alles bringen soll? Diese Frage ist mir nicht nur in den letzten Monaten immer wieder begegnet, sondern auch in all den Jahren meiner Organisationserfahrung. Eine theoretische Antwort zu geben, fiel mir nie schwer, doch über den wirklichen praktischen Nutzen berichten konnte ich bisher nicht. All dies änderte sich mit dem 9. September 2015. An diesem Tag änderte sich für die Interventionistische Linke Lübeck fast alles, als die ersten Transit-Geflüchteten den Lübecker Bahnhof erreichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
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&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein Erfahrungsbericht über die Grenzerfahrung innerhalb des eigenen Organisationshorizonts oder aber die Begründung, warum mensch plötzlich alles stehen und liegen lassen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Was das alles bringen soll? Diese Frage ist mir nicht nur in den letzten Monaten immer wieder begegnet, sondern auch in all den Jahren meiner Organisationserfahrung. Eine theoretische Antwort zu geben, fiel mir nie schwer, doch über den wirklichen praktischen Nutzen berichten konnte ich bisher nicht. All dies änderte sich mit dem 9. September 2015. An diesem Tag änderte sich für die Interventionistische Linke Lübeck fast alles, als die ersten Transit-Geflüchteten den Lübecker Bahnhof erreichten.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Zur Lage vor Ort&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Mehrere hundert Geflüchtete kamen innerhalb weniger Stunden von Hamburg am Lübecker Bahnhof an. Ihnen wurde die Weiterreise nach Schweden über Dänemark verwehrt. Das Lübecker Flüchtlingsforum und die IL Lübeck organisierten gemeinsam mit dutzenden antirassistischen Aktivist*innen die praktische Hilfe für Geflüchtete, die über Lübeck nach Skandinavien, insbesondere nach Schweden weiterreisen wollten. Da dies mit dem Zug nicht möglich war, wurden die Geflüchteten kurzum mit zum ortsansässigen autonomen linken Zentrum Walli begleitet. Innerhalb weniger Stunden entstand dort ein Solidaritätszentrum für Geflüchtete im Transit. Ich bekam zu dem zeitpunkt nur zufällig über Facebook mit, was die IL Lübeck zur Lösung der Bahnhofssituation beigetragen hatte. Als&amp;nbsp; ich die Walli am 10. September betrat, standen auf dem Hof etwa 80 Geflüchtete. Zwei Busse des Lübecker Stadtverkehrs warteten vor den Toren und sollten in wenigen Minuten mit den Geflüchteten zum Fährterminal fahren. Überall wuselten Genoss*innen um mich herum. Die Atmosphäre bewegte sich zwischen einer Riesenüberforderung und der Begeisterung über die ersten Schritte des revolutionären Umbruchs. Ja, es herrschte das Gefühl, dass auch wir ein Teil der Bewegung sind, die Mutter Staat und der Festung Europa mal so richtig in den Arsch tritt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Innerhalb weniger Stunden und Tage bildete sich ein Netzwerk auf der Walli, das unglaubliche Größen erreichte. Es entstand ein Solidaritätszentrum mit diversen Ebenen. Ein Organisationsbüro, welches die Fährtickets nach Schweden für die Geflüchteten organisierte. Eine Bahnhofscrew, welche die ankommenden Geflüchteten abholte, sie zum Zentrum begleitete und in die dortigen Strukturen einführte. In den ersten Monaten erreichten uns am Tag zwischen 200 und 400 Geflüchtete. Es entstanden Strukturen von Dolmetscher*innen, Koch- und Küchencrew, Kleiderkammer, Schlafplatzorganisation, medizinische Versorgung, logistische Organisation der Lebensmittelspenden, Betreuung der Geflüchteten und vieles mehr. Und all diese Strukturen bestanden größtenteils aus Menschen, die die Walli nie zuvor besucht oder gar wahrgenommen hatten und nun hier mit uns ein Zentrum aufbauten und miteinander zusammenarbeiteten, als ob es immer so gewesen wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Hauptkommunikationsorgan war von Anfang an Facebook. Es erschien uns wie ein Zauberstab. Kaum tippte mensch kurz ein, was wir benötigten, war es auch schon da. Lebensmittelspenden, Sachspenden, Autofahrer* innen, Stockbetten (die kamen aus der JVA Fuhlsbüttel) oder Menschen für eine Demo. Wir machten fast alles öffentlich und sprangen von einem Pressetermin zum anderen. Dies führte dazu, dass wir einen Riesenrückhalt in der Bevölkerung erfuhren, der uns viele Türen öffnete&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Das ist unser Haus!&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Schon Ende September war klar, dass unsere räumlichen Kapazitäten auf der Walli in den Wintermonaten auf keinen Fall ausreichen würden. Der Hansestadt Lübeck hatten wir, um ehrlich zu sein, schon seit Anfang September den Arsch gerettet. Sie war gnadenlos überfordert mit der Situation der Transit-Geflüchteten und froh darüber, dass die »Aktivisten der Walli« sich darum kümmerten. Dies bescherte uns von Anfang an eine »privilegierte Position« in den Verhandlungen um alles. Sei es bei der Finanzierung der Bustransfers durch die Stadt oder bei der durchgeführten Hausbesetzung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, ihr habt richtig gelesen, Hausbesetzung. Am 17. Oktober haben wir die Inbetriebnahme der neuen Gebäude gefeiert. Zuvor hatten wir wochenlang mit der Stadt darüber verhandelt, dass wir unbedingt weitere Räumlichkeiten brauchen und die nebenan stehenden städtischen Gebäude sich perfekt dafür eignen würden. Nach einem lang Hin und Her bekamen wir schlussendlich eine Absage, die wir nicht duldeten. Da wir bis dato eh unsere gesamte Arbeit öffentlich gemacht hatten, taten wir es mit der geplanten »Inbetriebnahme der neuen Häuser« gleich. Wir luden alle Lübecker*innen dazu ein, mit uns bei einem schönen Fest mit Kaffee und Kuchen an einem regnerischen Samstag die Inbetriebnahme zu feiern.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Titel der Lokalzeitung lautete am nächsten Tag »Walli-Aktivisten planen Hausbesetzung.« Ja, immer diese bösen Lokalzeitungen. Obwohl wir für die Aufmerksamkeit sehr dankbar waren, da all dies ohne den öffentlichen Druck der Medien in der Form nicht möglich gewesen wäre. Immerhin ließen sich nicht alle eingeladenen Gäste durch die Lokalpresse abschrecken. Ganz entspannt wurden in der Anwesenheit von etwa 60 Personen wie geplant die Toren und Türen der neuen Gebäude geöffnet. Alles erschien wie in einem Film. Alle warteten nur darauf, dass endlich der Staatsapparat eingreifen würde. Die einzige Polizei, die an diesem Tag vorbei schaute, waren zwei Streifenpolizist*innen, die sich sorgten, dass ein Verkehrsunfall passieren könnte.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Bildet Banden! Und dann?&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Knapp fünf Monate später arbeiten wir immer noch. Über 15 000 Geflüchtete haben über unser Zentrum den Weg nach Schweden, Finnland und Norwegen gefunden. Über 50 0000 Euro wurden für die Fährtickets bezahlt. Finanziert zur Hälfte aus Spenden und von den Geflüchteten selbst. Wir haben ein Haus besetzt und haben inzwischen sogar einen offiziellen Mietvertrag, über den wir noch verhandeln. Wir sind inzwischen ein Zentrum und ein Zuhause nicht nur für Geflüchtete im Transit, sondern auch für diejenigen, die in Lübeck bleiben. Wir haben uns nächtelang auf Plena rumgeschlagen und wochenlange Debatten geführt. Debatten um alles. Sei es die Organisation einer Demo, als Schweden die Grenzschließung androhte, die Gestaltung der neuen Gebäude, Ticketpreise, Streitereien untereinander oder aber ob der Hund, den die Familie aus dem Irak mitgebracht hatte, auch bei uns im Familienschlafsaal übernachten dürfte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das alles bringen soll? Die Frage haben wir uns immer wieder gestellt. Gar nichts, haben einige gesagt. Alles, sagten die anderen. Eine Antwort haben wir nicht gefunden. Es sind Genoss*innen gegangen und neue werden kommen. Wir alle sind seit Monaten am Limit. Emotional und kräftemäßig. Die Politarbeit außerhalb des Zentrums haben wir lange Zeit vernachlässigt. Und trotzdem weiß ich, was es mir gebracht hat. Ich habe erfahren, was es heißt Genoss*innen zu haben. Und ich muss diese vorab nicht kennen und weiß trotzdem, dass ich mich auf sie verlassen kann. In Krisenzeiten gibt es politische Grundsätze, über die wir nicht zu diskutieren brauchen. Ich habe erfahren, dass ich überall Genoss*innen auch außerhalb meiner Organisation finde, und das hat mir Mut gemacht. Ich weiß, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Und ich weiß, dass ich hier Worte niederschreibe, die nach einer Lobeshymne klingen. Das soll auch so sein, denn das ist eine Sache, die innerhalb des Organisationsprozesses oft missachtet wird. Sich einfach mal gegenseitig auf die Schulter zu klopfen!&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Einen Abschluss bitte&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ja, es hätte hier ein ausgetüftelter, politisch wertvoller Text zur Organisierung erwartet werden können. Mit Absicht habe ich mich dagegen entschieden. Die letzten Monate haben mir einen Ansatz der Organisierung verdeutlicht, der bei mir oft aus dem Blickfeld gerät. Es muss sich nicht immer auf die politischen Diskurse gestützt werden. Es muss nicht immer theoretischer Konsens gebildet werden. Es muss nicht immer die Vergrößerung der eigenen Organisation im Blickfeld stehen. Denn in Zeiten des Umbruchs, und das waren meine erlebten letzten fünf Monate, heißt Organisierung eben auch einfach mal Zusammenhalt und der Kampf für ein gemeinsames Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn: crew love is true love!&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Für Spenden:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Lübecker Flüchtlingsforum e.V.&lt;br /&gt;Bankverbindung: Sparkasse zu Lübeck&lt;br /&gt;IBAN: DE23 2305 0101 0160 2777 52&lt;br /&gt;BIC: NOLADE21SPL&lt;/p&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


&lt;!--
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 <category domain="https://arranca.org/category/abschnitt/schwerpunkt">Schwerpunkt</category>
 <pubDate>Sun, 08 May 2016 06:27:05 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Admin istrator</dc:creator>
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 <title>Editorial</title>
 <link>https://arranca.org/ausgabe/49/editorial</link>
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                    &lt;p&gt;Liebe Leser*innen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Form follows function&lt;/em&gt;: Organisierung hat sich den historischen Aufgaben zu stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die derzeitigen Flucht- und Migrationsbewegungen sowie das Scheitern von Syriza in Griechenland fordern eine praktische Überprüfung der politischen Konzepte. Vor diesem Hintergrund komplettieren wir mit der&amp;nbsp;&lt;em&gt;arranca!&lt;/em&gt;-Ausgabe #49 die Doppelausgabe zur Organisierungsfrage. In unserer Einladung zum Mitmachen hatten wir festgehalten, dass es darum geht, vom Stand der aktuellen Kämpfe aus zu denken. Wir hatten euch deshalb gefragt, wie eine politische Praxis aussieht, die unsereKritik gesellschaftlich wirksam werden lässt. Auch diesmal haben wir verschiedene Antworten bekommen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

        &lt;/div&gt;
        &lt;/div&gt;
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&lt;p&gt;Liebe Leser*innen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Form follows function&lt;/em&gt;: Organisierung hat sich den historischen Aufgaben zu stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die derzeitigen Flucht- und Migrationsbewegungen sowie das Scheitern von Syriza in Griechenland fordern eine praktische Überprüfung der politischen Konzepte. Vor diesem Hintergrund komplettieren wir mit der &lt;em&gt;arranca!&lt;/em&gt;-Ausgabe #49 die Doppelausgabe zur Organisierungsfrage. In unserer Einladung zum Mitmachen hatten wir festgehalten, dass es darum geht, vom Stand der aktuellen Kämpfe aus zu denken. Wir hatten euch deshalb gefragt, wie eine politische Praxis aussieht, die unsereKritik gesellschaftlich wirksam werden lässt. Auch diesmal haben wir verschiedene Antworten bekommen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ist die Erfahrung einer IL-Aktivistin aus der Unterstützung von Geflüchteten in Lübeck. Mit viel Power und gemeinsamen Grundsätzen wurden dort spürbare Erfolge erzielt und die eigene Organisation ein Stück weit transformiert, ohne vorher groß Konzepte zu schmieden. Ein Plädoyer für eine &lt;em&gt;populare Strategie &lt;/em&gt;kommt aus Berlin – die dort geforderte experimentelle Praxis mag (wenn&#039;s gut läuft) ähnlich aussehen wie die aus Lübeck, die damit verbundene, explizit geforderte Theoriebildung setzt die Hürden allerdings höher. Demgegenüber kritisiert der &lt;em&gt;Zweite Mai&lt;/em&gt; den in der IL oft anzutreffenden Organisations-Overkill und plädiert für eine kontinuierliche Basisorganisierung im Stadtteil. In eine ähnliche Richtung weist der Bericht von &lt;em&gt;BASTA!&lt;/em&gt; aus ihrer Erwerbslosen-Selbst organisierung in Berlin. Ganz anders argumentiert der Text von &lt;em&gt;Tina und ihr Trupp&lt;/em&gt; über Organisierungserfahrungen in Ostdeutschland, der die Bedeutung des gesamtgesellschaftlichen Anspruchs der IL betont.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch international sind die Einschätzungen unterschiedlich: &lt;em&gt;Andreas Karitzis&lt;/em&gt;, ehemaliges Mitglied des Zentralkomitees und des politischen Sekretariats von &lt;em&gt;Syriza&lt;/em&gt;, fordert den Aufbau von autonomen Netzwerken, um der Macht der Kredit geber*innen gesellschaftliche Gegenmacht entgegensetzen zu können.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus Berlin wird hingegen im Rahmen von &lt;em&gt;Blockupy&lt;/em&gt; für neue symbolische Aktionen im «Herzen der Bestie» argumentiert. Zum Projekt &lt;em&gt;Podemos&lt;/em&gt; gibt es in der spanischen Linken viele kritische Stimmen, und in den USA verbinden sich bei der Organisierung an der Uni Ansätze des lateinamerikanischen Anarchismus mit Leninschen Konzepten. Aus Berlin dokumentieren wir ein Gespräch über gemeinsame Organisierungsansätze von Geflüchteten mit Nicht-Geflüchteten, und aus Graz wird von Erfahrungen rund um das &lt;em&gt;Refugee Protest Camp&lt;/em&gt; berichtet. Eine Bestandsaufnahme zu Lebensweisen und Care-Arbeit mit Ergebnissen aus 300 Gesprächen macht die queerfeministische Perspektive auf Organisierung stark. Ähnliche Themen, aber andere Schwerpunkte setzt ein Gespräch über alternative Familien und Beziehungsmodelle. In einer Collage beantworten uns einige Genoss*innen die Frage, in welchem Verhältnis ihre akademische Lohnarbeit zu ihrem politischen Aktivismus steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Fazit dieser verschiedenen Debattenstränge ist schwer zu ziehen – für uns zeigt sich jedenfalls die Wichtigkeit einer produktiven Verbindung von Theorie und Praxis, bei der theoretische Positionen in der alltäglichen Auseinandersetzung auf ihre Brauchbarkeit überprüft werden. Wir betrachten die Diskussion um die politische Organisierung deshalb nicht als beendet. In der Tat hat sie Kontinuität. Wir freuen uns aber, mit zwei sehr fruchtbaren Ausgaben zum Thema und zum Gelingen des Organisierungsprozesses der Interventionistischen Linken beigetragen zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Fortsetzung wird die Debatte kurz nach dem Erscheinen dieser Ausgabe auf einer Strategiekonferenz der IL finden. Manche wollen dort über kommende Aufstände sprechen, andere über die Rolle der IL in einer gesellschaftlichen Linken – zusammen ergibt sich eine spannende Mischung. Beiträge von der Konferenz findet ihr demnächst &lt;a href=&quot;http://www.interventionistische-linke.org/projekt/strategiekonferenz2016&quot;&gt;online&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz herzlich bedanken wir uns bei den diesmaligen Gestalterinnen Hanna und Lotte für den Satz und das wunderbare Layout – das so nie zustande gekommen wäre, gäbe es nicht die Genoss*innen von &lt;em&gt;123comics&lt;/em&gt;. Sie protokollierten mittels &lt;em&gt;Graphic Recording&lt;/em&gt; unsere Podiumsdiskussion in der Vierten Welt in Berlin anlässlich der Veröffentlichung der ersten Organisierungs- Ausgabe #48 im September 2015. Die Resultate findet ihr häppchenweise in dieser Ausgabe und &lt;a href=&quot;http://www.interventionistische-linke.org/beitrag/zurueck-die-zukunft-&quot;&gt;komplett, mit Audiomitschnitt&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wir müssen kontinuierlich an unseren Organisierungsfragen arbeiten und an dieser Stelle eingestehen, dass wir diesmal erst viel zu spät auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Heft geachtet haben. In den kommenden Ausgaben wollen wir weniger Artikel von cis-männlichen Autoren bringen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Die nächste Ausgabe der &lt;em&gt;arranca!&lt;/em&gt; erscheint im Herbst 2016. Im Fokus steht das Verhältnis von Kultur und Politik – eine Einladung zur Mitarbeit (Call for Participation) mit einer genaueren Darstellung von Konzept und Ideen findet ihr demnächst auf unserer Homepage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch jetzt erst einmal, viel Spaß beim Lesen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Liebe Leser*innen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;


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 <pubDate>Sun, 08 May 2016 05:54:38 +0000</pubDate>
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